Über den Berg der Klingen mögt ihr rollen, im Ölkessel mögt ihr kochen. Im Blutfluss mögt ihr sitzen, flüssiges Eisen mögt ihr schlucken.
Sobald die schlechte Vergeltung euch trifft, befiehlt der König der Unterwelt den Geistersoldaten, euch auf den Berg der Klingen zu werfen, wo ihr umherrollen müsst. Er lässt euch in den Ölkessel werfen, wo ihr gekocht werdet. Oder er lässt euren Körper im Blutfluss untertauchen, damit ihr Kälte und den Gestank des Blutes erleidet. Oder er lässt euch flüssiges Eisen in den Mund gießen, sodass Leber, Darm, Magen und Lunge gepeinigt werden, als siedeten sie in einem Kessel kochenden Öls. All diese Qualen müsst ihr dann erdulden.
Wenn ihr erst dann daran denkt, meine Schrift zur Mahnung gegen sexuelles Fehlverhalten zu lesen, werdet ihr wohl der Feuergrube nicht mehr entkommen. Wenn ihr erst dann daran denkt, meine Unterweisungen gegen sexuelles Fehlverhalten zu lesen, werdet ihr wohl nicht mehr zum Himmelshof aufsteigen können.
Die „Feuergrube“ bezeichnet das Erdulden von Strafen auf dem Berg der Klingen und im Ölkessel, als befände man sich in einer Feuergrube. „Der Feuergrube nicht mehr entkommen“ besagt, dass sich dann nichts mehr rückgängig machen lässt, selbst wenn man die Schrift zur Mahnung gegen sexuelles Fehlverhalten lesen möchte. Der „Himmelshof“ bezeichnet den Aufstieg eines schuldfreien Menschen nach dem Tod in die Welt der Höchsten Glückseligkeit, als stiege er in den Himmel auf. „Nicht mehr zum Himmelshof aufsteigen können“ besagt, dass man dann nicht mehr emporsteigen kann, selbst wenn man die Unterweisungen gegen sexuelles Fehlverhalten lesen möchte.
Ich in der Lingxiao-Halle fürchte euren Groll; ihr in der Hölle erleidet grausame Strafen.
Der Kaiserliche Herr sagt: Während ihr in der Hölle die verschiedensten grausamen Strafen erleidet, fürchte ich in der Lingxiao-Halle noch, dass ihr mir grollt, weil ich euch nicht früher ermahnt habe.
Ihr wollt entkommen und könnt nicht entkommen; ihr wollt fortgehen und könnt nicht fortgehen. Zum Bessern ist es zu spät, und auch zum Bereuen bleibt keine Zeit mehr.
Es besagt: Da man in der Hölle bereits Strafe erleidet, kann man nicht entfliehen, auch wenn man fliehen will, und nicht fortgehen, auch wenn man fortgehen will. Ist es so weit gekommen, ist es zum Bessern zu spät, und auch die Reue kommt zu spät.
Habt ihr alle Leiden erduldet, werdet ihr fortgeschickt und zu Tieren. Mit Fell bedeckt und mit Hörnern versehen, gehört ihr zu Vögeln und anderen Tieren.
Es besagt: Nachdem man in der Hölle alle Arten von Strafen und Qualen erduldet hat, wird man entlassen, um zum Tier zu werden. Man trägt entweder Fell oder Hörner und gesellt sich zu fliegenden Vögeln und umherlaufenden Tieren.