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《阴律无情》文化导读 · DE

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Die Lebensgeschichte Mengpos ergänzt das Thema durch den Blick auf die Lasten einer früheren Gesellschaft. Sie selbst habe keusch gelebt und buddhistisch geübt. Zugleich habe sie erlebt, wie viele Frauen unter einer auf Mutterschaft, Kindererziehung und häusliche Arbeit begrenzten Stellung litten. Sie habe Betroffene unterstützt und den Wunsch entwickelt, Wesen einen Anfang ohne die fortgetragenen Schmerzen zu ermöglichen. Ihre eigene Übung und die Zuwendung zu diesen Frauen gehören in dieser Darstellung zusammen. Der Wert einer überlieferten Lebenshaltung wird so neben den konkreten Schwierigkeiten beschrieben, die Menschen innerhalb derselben gesellschaftlichen Ordnung erfahren können.

原节 2.5 · Vorfahren und Hilfe über Generationen hinweg

Vorfahren gehören zur Geschichte einer Familie und können zugleich Empfänger religiöser Hilfe sein. Jiuxuan qizu ist eine überlieferte Wendung, die einen weiten Kreis früherer Angehöriger anspricht. Das Vorwort verbindet sie mit der Hoffnung, dass die Annahme der Lehre durch einen Menschen auch seinen Vorfahren zur Befreiung aus dem Leiden verhelfe. Die Wirkung der Übung wird damit über das eigene künftige Leben hinaus gedacht. Angesprochen werden auch Wesen, deren letzte familiäre Verbindung lange zurückliegt und deren einzelne Namen den heutigen Angehörigen möglicherweise nicht mehr bekannt sind. Die Widmung kann diesen größeren Kreis ausdrücklich einschließen.

Die Zahlen neun und sieben sind Bestandteile dieser Anrede. Der betreffende Satz ordnet ihnen keine feste Reihe einzelner Generationen zu. Ein genealogisches Verzeichnis geht dagegen von bestimmten Menschen aus: Es hält Namen, Verbindungen zwischen Eltern und Kindern und die Reihenfolge der Generationen fest. Solche Angaben können eine bekannte Abstammungslinie genauer beschreiben. Die umfassende Anrufung der Vorfahren erfüllt innerhalb der religiösen Übung eine weitere Aufgabe. Sie erweitert den Kreis der gemeinten Empfänger über das vollständig Erinnerte hinaus. Familienwissen und religiöse Ansprache können sich deshalb auf dieselben Verstorbenen beziehen und dabei einen unterschiedlich weiten Umfang besitzen.

Erinnern, Ehren und Widmen sind jeweils eigene Handlungen. Überlieferte Namen und Lebensgeschichten halten persönliche Erinnerung wach. Rituelle Verehrung verleiht der Beziehung eine erkennbare Form. Bei Huixiang, der Verdienstwidmung, vollbringt ein Mensch jetzt etwas Gutes und richtet dessen Frucht an einen anderen. Ein verstorbener Angehöriger kann in allen drei Zusammenhängen vorkommen. Die Erinnerung nennt, wer er war; die Ehrung bringt Achtung zum Ausdruck; die Widmung soll seinem weiteren Weg zugutekommen. Der lebende Handelnde hat dabei eine bestimmte Aufgabe: Er muss die gute Tat tatsächlich ausführen und den gewünschten Empfänger in seine Absicht aufnehmen.

Wiedergeburt ermöglicht innerhalb dieser Auffassung auch einen Wechsel familiärer Rollen. Manche vor der Geburt verstorbenen Kinder seien zurückgekehrte Vorfahren, erklärt der Richter. Über die Autorin und ihre Großmutter sagt der Stadtgott, sie hätten in einem früheren Leben als Mutter und Tochter zusammengelebt. Er legt dabei nicht fest, welche von beiden damals die Mutter gewesen sei. Die heutige Verwandtschaft bildet in dieser Erklärung einen Abschnitt einer längeren Verbindung. Ein früherer Vorfahr kann der Familie somit unter anderen Umständen wieder begegnen. Sorge für ein kommendes Kind und Hilfe für einen Verstorbenen können sich auf denselben fortbestehenden Lebensweg richten.

Bei der Unterstützung eines verstorbenen Vaters durch seinen Sohn wird deutlich, wie mehrere Voraussetzungen zusammenkommen. Der Sohn sammelt durch sein Üben und Helfen Verdienst und widmet es dem Vater. Dieser bringt früheres gutes Handeln mit und antwortet mit aufrichtiger Reue auf die empfangene Hilfe. Abstammung, gegenwärtige Tätigkeit und die innere Veränderung des Verstorbenen tragen jeweils zur Beziehung bei. Die Hoffnung auf Hilfe für die Ahnen umfasst daher viele einzelne Wesen mit eigenen Erfahrungen. Die Verwandtschaft eröffnet einen Anlass zur Fürsorge; ihre religiöse Frucht wächst aus den Taten und Voraussetzungen der Beteiligten.

原节 2.8 · Vor der Geburt verstorbene Kinder und ihre Bindungen

Yingling bezeichnet in Yinlü wuqing das Geistwesen eines Kindes, das vor seiner Geburt gestorben ist. Es wird als ein weiterhin empfindendes Wesen beschrieben, dessen Verhältnis zu den Eltern fortbesteht. Zwei Städte geben dieser Lage einen räumlichen Ausdruck. Die neue Wangsi kucheng, die Stadt des Weinens nach vorzeitigem Tod, sei dicht mit kleinen Gestalten gefüllt: Sie weinten, schrien oder blieben vor Angst zusammengekauert; ein Kind rufe nach seiner Mutter. Rechts daneben liege die bereits siebzig Jahre zuvor bestehende Xuewu cheng, die Stadt der Blutbefleckung. Für deren Bewohner hebt die Autorin das Erleben von Einsamkeit hervor.

Der Richter ordnet der älteren Stadt die Kinder zu, deren Tod nicht beabsichtigt gewesen sei. Er nennt den Tod im Mutterleib, eine Blasenmole und Krankheiten der Schwangeren als Umstände einer ausgebliebenen Geburt. Eine spätere Antwort bestimmt genauer, wann die Eltern keine Höllenstrafe erleiden müssten: wenn dem Kind selbst die günstigen Voraussetzungen für die menschliche Geburt fehlten. Zugleich fordert er Reue und Hilfe für das Kind. Die frühe Beendigung des Lebens deutet er als Folge früheren Tötens, Stehlens und sexuellen Fehlverhaltens beider Seiten. Seine Ausnahme von der Strafe bleibt somit mit dieser bestimmten Erklärung der Voraussetzungen verbunden.

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