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《阴律无情》文化导读 · DE

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原节 3.7 · Kalender, Jahreszeiten und wiederkehrende Übung

Religiöse Termine folgen hier mehreren Zeitordnungen. Der traditionelle chinesische Lunisolarkalender richtet die Monate nach dem Mond und hält ihre Folge zugleich mit dem Sonnenjahr in Einklang. Ein erster oder fünfzehnter Monatstag gehört deshalb zu dieser Monatszählung. Seine Lage im bürgerlichen Kalender verändert sich von Jahr zu Jahr. Eine wiederkehrende Übung kann sich so an einer bestimmten Mondphase orientieren, während der Jahreslauf einen weiteren Rahmen bildet. Monatsdatum, jahreszeitlicher Abschnitt und Uhrzeit beantworten jeweils eine eigene Frage nach dem Zeitpunkt. Die genannten Formen der Zeitrechnung machen diese verschiedenen Bezüge genauer bestimmbar.

Die vierundzwanzig Jieqi teilen das Sonnenjahr nach der scheinbaren ekliptikalen Länge der Sonne in Abschnitte von jeweils fünfzehn Grad. Zu ihnen gehören zwei Tagundnachtgleichen, zwei Sonnenwenden und zwanzig weitere Stationen. Namen wie Frühlingsbeginn, Kornregen, Kleine Hitze, Weißer Tau und Großer Schnee verbinden diese Ordnung mit überlieferten Vorstellungen von Witterung, Wachstum und Landwirtschaft. „Jahresabschnitte nach dem Sonnenlauf“ bezeichnet den gesamten Kreis. Die Sonnenwenden sind darin zwei besondere Zeitpunkte, während sich die übrigen Abschnitte über den weiteren Jahreslauf verteilen. Die Folge gibt so jedem Teil des Sonnenjahres einen eigenen Namen.

Gan-Zhi verbindet zehn Himmelsstämme und zwölf Erdzweige in einer festen Reihenfolge zu sechzig Kombinationen. Der im Vorwort verwendete Name Renchen wiederholt sich deshalb alle sechzig Jahre; seine genaue zeitliche Lage ergibt sich aus dem übrigen Zusammenhang. Die Kombinationen können außerdem Monate, Tage und Stundenabschnitte benennen. Für den Tageslauf stehen zwölf Shichen zur Verfügung, gewöhnlich von ungefähr zwei heutigen Stunden. Nach der geläufigen Zuordnung reicht Zi von 23 bis 1 Uhr und Wu von 11 bis 13 Uhr. Ein solches Wort benennt damit einen Zeitabschnitt, während ein Kalenderdatum den betreffenden Tag bestimmt.

Die Übungszeiten des Zhai werden in diese Kalenderordnung eingetragen. Als sechs monatliche Tage nennt die überlieferte Reihe den achten, vierzehnten, fünfzehnten, dreiundzwanzigsten, neunundzwanzigsten und dreißigsten. Die drei längeren Monate sind der erste, fünfte und neunte traditionelle Monat. Dazu treten Gedenktage für Buddhas und Bodhisattvas. Bei göttlichen Inspektionen führt der Richter den ersten, zehnten und fünfzehnten Tag als Beispiele an. Diese Termine entstammen verschiedenen religiösen Anlässen. Einige können sich überschneiden, während andere einen eigenen Zeitpunkt im Monat oder einen längeren Zeitraum des Jahres bestimmen.

Mit den Inspektionstagen verbindet die Erzählung einen bestimmten Ablauf. Die Vier Himmelskönige beobachteten gutes und schlechtes Verhalten und erstatteten dem Himmelskaiser Bericht. Daneben begleiteten die beiden Jushen jeden Menschen bei Tag und Nacht und übermittelten ihre Aufzeichnungen monatlich der Unterwelt. Wiederkehrende Besuche und fortlaufendes Erfassen ergänzen sich hier. Der Herr des Östlichen Gipfels empfiehlt Menschen, deren Vorsatz zur Enthaltsamkeit wiederholt scheitert, am ersten und fünfzehnten Tag ihr Gelübde zu erneuern. Dieses Gelübde soll durch das Verhalten an den übrigen Tagen getragen werden und einen verlässlichen weiteren Anfang bilden.

Zhai umfasst dabei mehr als eine bestimmte Speiseauswahl. Sexuelle Enthaltsamkeit, sorgsamer Umgang mit Gedanken und Worten, Rezitationen und gute Taten können zu seinem Inhalt gehören. Die betreffende Unterweisung fordert das Ende der beanstandeten Handlungen und unmittelbare Reue schon bei feinen begehrenden Regungen. Dazu kommen das Ermutigen anderer zur Änderung, die Unterstützung der Lehre und tägliches Gedenken an Guanyins Namen. Der wiederkehrende Termin bündelt die Übung, während der Entschluss im täglichen Leben fortgesetzt werden soll. Ernährung, Aufmerksamkeit und der Umgang mit anderen geben dieser zeitlichen Ordnung ihren praktischen Inhalt.

原节 3.8 · Nahrung, Zutaten und religiöse Verwendung

Eine religiöse Ernährung erhält ihre Bedeutung aus den Beziehungen, die beim Essen entstehen. In der Zusammenfassung von Dizangs fünf Geboten führt die Autorin das Nichttöten auf den Schutz aller fühlenden Wesen zurück und verbindet es mit Qingjing sushi, einer reinen pflanzlichen Ernährung. Sie nennt ausdrücklich Milch, Butter, Eier, Honig und weitere mit Tieren verbundene Lebensmittel als zu meidende Erzeugnisse. Die Erklärung reicht damit vom unmittelbaren Beenden eines Lebens bis zur Verwendung tierischer Produkte. Die tägliche Mahlzeit gehört innerhalb dieser Unterweisung zu einer fortgesetzten Verantwortung gegenüber anderen Wesen und deren Leben.

Ein zweiter Grund betrifft berauschende Stoffe. Furu besteht aus fermentiertem Tofu und hat damit eine pflanzliche Grundlage. Die meisten Zubereitungen enthielten jedoch Alkohol, erklärt die Autorin, und seien deshalb vom Verbot alkoholhaltiger Nahrung erfasst. Auch die Auskunft eines Verkäufers, es sei nur eine sehr kleine Menge verwendet worden, ändere diese Zuordnung nicht. Wenige Tropfen blieben Alkohol. Die Sojabohne erklärt also die Herkunft des Grundstoffs, die Rezeptur die weiteren Zutaten. Für die beiden Gebote sind diese Informationen auf unterschiedliche Weise von Bedeutung: einmal die Verbindung mit Tieren, einmal der enthaltene berauschende Stoff.

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