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《阴律无情》文化导读 · DE

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Eine Frucht verdeutlicht zugleich, dass auch eine Gabe an Voraussetzungen gebunden ist. Die Empfängerin nimmt sie mit beiden Händen, möchte sie aber ihrem alten Vater bringen. Der Kaiser lobt ihre kindliche Liebe und erklärt, dem Vater fehlten derzeit die entsprechenden glücklichen Bedingungen. Sie solle die Frucht selbst essen. Als bestes Geschenk für sich, den Himmelskaiser, bezeichnet er die Fertigstellung und Verbreitung des Buches. Die saftige Frucht wird als rein und süß beschrieben und vermittelt Leichtigkeit und neue Kraft. Nach Dank und Abschied kann der Richter seine eigenen Amtsgeschäfte vortragen. Unterstützung und Aufgabe bleiben im Austausch miteinander verbunden.

原节 6.2 · Ein oberster Herrscher und zwölf Gerichtshallen

Die Unterwelt besitzt in der Darstellung einen obersten Herrscher und mehrere untergeordnete Gerichtshallen. Der vollständige Titel Fengdu Dadi Mingjun Yanwang bezeichnet den Kaiser von Fengdu als diesen höchsten Amtsträger. Das Amt ist einmal besetzt. Ihm unterstehen zwölf Könige, die ebenfalls Yanwang heißen und jeweils eine Halle leiten. Dian bezeichnet dabei das Gebäude der Rechtsprechung und den zugehörigen Amtsbereich. Eine Halle kann mehrere große und kleine Höllen umfassen. Die Zahl der Könige zählt daher Zuständigkeiten, während die Zahl und Größe ihrer einzelnen Strafstätten unterschiedlich ausfallen. Im Namen einer Halle sind Ort, Aufgabe und verantwortliche Leitung miteinander verbunden.

Eine dringende Mitteilung zur Entstehung des Buches macht diese Ordnung deutlich. Alle zwölf Hallenkönige und sämtliche Beamten erhalten den Auftrag des höchsten Herrschers. Ein eigens bestimmter Richter soll die Verfasserin begleiten und ihre Fragen beantworten; bei anderer dienstlicher Beanspruchung müssen weitere Amtsträger helfen. Die Anweisung gilt somit über einen einzelnen Gerichtshof hinaus. An ihren jeweiligen Arbeitsorten leiten die Könige Verfahren, entscheiden über Fälle und verwalten zugewiesene Strafgebiete. Der gemeinsame Auftrag ergänzt diese Aufgaben um die Auskunft an die Menschenwelt. Die schriftliche Weitergabe soll das Handeln der Lebenden verändern und so die Zahl künftiger Leidender vermindern.

König Qingping betreut die westlichen und nördlichen Gebiete für sexuelles Fehlverhalten. Sie nehmen nach Auskunft des Richters die größte Fläche der Unterwelt ein. Weitere Neubauten erfordern innerhalb des Gebiets die Verlegung älterer Strafstätten. Trotz der vergrößerten Anlagen bleibt dieser König besonders stark belastet. Unter seinem Namen stehen zahlreiche einzelne Höllen und die Bediensteten, die dort Strafen vollziehen und Gefangene beaufsichtigen. Ein Wechsel zwischen solchen Einrichtungen kann deshalb innerhalb derselben Zuständigkeit stattfinden. Der umfangreiche Strafbereich verbindet verschiedene Formen von Verfehlungen und Folgen unter einer gemeinsamen amtlichen Leitung.

Im Süden ist König Haishan für die Lingxing Diyu zuständig. Dieser Bereich umfasst acht Höllen. Als Beispiele nennt der Richter die große Stadt der klagenden, vorzeitig gestorbenen Kinder, die „Hölle der reichen Getreideernte“ für Lebensmittelverschwendung, die Hölle falscher Ansichten und Verleumdung sowie die Vajrayana-Hölle. Diese vier genannten Einrichtungen gehören zu einem größeren Ganzen von acht. Im Buch werden mehrere von ihnen auch einzeln beschrieben; die Erklärung ihrer Leitung ordnet sie zueinander. Haishans südliche Neubauten liefern zugleich den Hintergrund für den Vergleich mit älteren unterweltlichen Berichten, die diese Orte noch nicht enthalten konnten.

Die verbreitete chinesische Überlieferung kennt zehn Unterweltskönige. Der Richter erläutert, dass zu den früheren zehn inzwischen zwei hinzugekommen seien und auch die alten Gebiete selbst vergrößert wurden. Den älteren Yuli baochao führt er auf Danchi zurück, der während meditativer Sammlung die Unterwelt erfahren und seinen Bericht aufgezeichnet habe. Die neuen südlichen Höllen kannte Danchi noch nicht. Erst vor seinem Lebensende vertraute er die Schrift seinem Schüler Wumi zur Verbreitung an. Yinlü wuqing soll ausführlicher über die nun beschriebenen Verhältnisse Auskunft geben. Die vermehrten Einrichtungen haben nach der Erklärung die anhaltende Überlastung dennoch nicht beendet.

原节 6.3 · Dongyue: Titel, Beförderung und unparteiische Rechtsprechung

Dongyue, der „Ostgipfel“, bezeichnet den Taishan, einen der fünf großen heiligen Berge Chinas. Der Titel „Großer Kaiser des Ostgipfels“ bewahrt den Zusammenhang mit der Verehrung des Berges. Im Yinlü wuqing ist mit diesem Namen zugleich eine Geschichte veränderter Ämter verbunden. Nach der Erklärung des Richters trug der höchste Unterweltherrscher vor der Song-Zeit sowohl den Titel Dongyue als auch den Namen Fengdu. Der gegenwärtige Dongyue gehört dagegen zu den zwölf Hallenkönigen unter Mingjun. Um die Zuständigkeit zu verstehen, kommt es deshalb darauf an, ob die frühere Ordnung oder der heutige Amtsinhaber gemeint ist.

Den Ausbau des höchsten Gerichts erklärt der Richter durch eine zunehmende Zahl ungelöster Unrechtsfälle. Verstorbene bestanden darauf, ihre Klagen persönlich vor dem obersten König vorzutragen, und der bisherige Saal wurde zu eng. Daraufhin entstand ein geräumiger Amtssitz, der Wohnen und Arbeiten vereinte. Fengdu zog dort ein und wurde fortan Mingjun genannt. Die Zeitangabe lautet „im 350. Jahr nach der Song-Zeit“. Der Beginn dieser Zählung wird nicht näher bestimmt. Der neue Amtssitz umfasst die höchste Gerichtshalle, die das Buch an anderer Stelle beschreibt. Größerer Raum und die Verbindung beider Funktionen sollten die Arbeit des Herrschers erleichtern.

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