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《阴律无情》文化导读 · DE

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Eine Eingabe bringt eine Angelegenheit vor die höhere zuständige Stelle; ein Beschluss bestimmt anschließend, was geschehen soll. Diese Verbindung erklärt im Yinlü wuqing auch den Auftrag, das Buch zu verfassen. Der höchste Unterweltherrscher beruft angesichts überfüllter Strafbereiche und fehlender Mitarbeiter eine dringende Sitzung ein. Er bittet den himmlischen Kaiser um eine lebende Person, die die Höllen besuchen und Menschen durch einen Bericht zur Umkehr bewegen soll. Der Kaiser ersucht den Buddha, eine geeignete, gebotstreue Person auszuwählen. Die folgende Mitteilung bestimmt die Autorin, ihren Begleiter, weitere Unterstützung und die Auswahl aussagekräftiger Fälle. So wird aus dem Hilfsgesuch ein Auftrag mit verteilten Zuständigkeiten.

Beratungen haben dafür eigene Räume und Zeiten. Am Sitz des Herrschers befinden sich ein Bach, eine Brücke und Bäume; unter der Tafel Zhengda guangming, „Aufrichtigkeit und Lauterkeit“, werden Erweiterungsbauten besprochen. Ein weiterer Saal mit Tischen und Sitzgelegenheiten ist für Sitzungen vorgesehen. Dort erhielt der Richter während einer Beratung seinen Begleitauftrag. Ist der Saal leer, kann er als kurzer Durchgang benutzt werden; während einer Beratung bleibt dieser Weg geschlossen. Der Raumbedarf entspricht der geschilderten Zunahme von Aufgaben. Zu den früheren zehn Hallen kamen zwei weitere hinzu, zugleich wuchsen die alten Bezirke. Seit 1995 wird besonders rasch gebaut, während die Arbeit weiterhin kaum zu bewältigen ist.

Die Darstellung göttlicher Verantwortung verwendet damit vertraute Formen von Regierung, Beratung und Verwaltung. Sie findet sich ebenso in der Herkunftserklärung des Jinke jiyao, der „Gesammelten Hauptbestimmungen der Goldenen Ordnung“. Der Anhang bezeichnet dessen Inhalt als himmlisches Recht, auch Recht der Yang-Seite genannt. Der höchste Himmelsgott habe die Bestimmungen festgelegt und in einem Jadekasten verborgen gehalten. Wenchang habe darum gebeten, sie unter den Menschen zu verbreiten. Seine Herabkunft verbindet die Notiz mit dem sechsten Regierungsjahr des Kaisers Xianfeng und dem Ort Liling in Hunan. Die bekanntgemachten Regeln sollen menschliches Unrecht benennen und zur Besserung führen.

Für das Lunke jiyao, die „Gesammelten Hauptbestimmungen der Kreislaufordnung“, nennt dieselbe Notiz das dritte Regierungsjahr des Kaisers Guangxu. Die Gottheiten der Literatur und der Kriegskunst hätten den Jadeherrscher um Zustimmung gebeten, das Recht der Yin-Seite zu verkünden. Weitere Unsterbliche hätten die Sammlung ausgearbeitet und ergänzt, was im Jinke noch nicht enthalten war. Die Veröffentlichung wird auf feiluan zurückgeführt: Die Schrift entsteht dabei nach der religiösen Zuschreibung durch göttliche Kundgabe und wird als Text niedergeschrieben. „Jin-Lun, die beiden Ordnungen“ bezeichnet zusammen diese zwei Bücher, die aufeinander bezogene Bereiche von Recht, Vergeltung und Besserung erläutern.

Daneben sind die Bücher durch ihre gedruckte Überlieferung greifbar. CiNii verzeichnet einen Nachdruck des Jinke, Chinese Religious Text Authority mehrere Fassungen des Lunke. Der Titel allein legt deshalb noch keine bestimmte Ausgabe fest. Für das ebenfalls angeführte Dongming ji ist ein jüngeres Mahnbuch gleichen Namens ein möglicher Bezug; die benutzte Fassung lässt sich aus dem Kommentar nicht bestimmen. Die Entstehung von Yinlü wuqing wird wiederum als bewusstes Erleben in Meditation beschrieben. Nach der Rückkehr folgen Aufzeichnung, Überarbeitung und bei offenen Einzelheiten erneute Besuche zur Klärung. Der Hauptbericht und seine Anhänge verbinden auf diese Weise unterschiedliche Formen religiöser Überlieferung mit dem gemeinsamen Anliegen, schädliches Handeln zu beenden.

原节 6.9 · Maße, Zeiträume und Anteile

Eine Zahl wird durch das verständlich, was sie zählt oder misst. Chi und zhang sind traditionelle chinesische Maße, deren genaue Größe mit Zeit, Ort und Verwendung wechselt. Im Sprichwort von den Gottheiten drei chi über dem Kopf bezeichnet die räumliche Nähe zugleich die Gegenwart von Zeugen des eigenen Handelns. Die neun chi lange Lanze eines Gedichts gehört dagegen zur Beschreibung eines Kriegers. Ein vermögender Mann nennt für seine Villa mehrere tausend chi. Hier kann örtliche Rede über Wohnfläche mitspielen; eine genaue Messweise wird nicht angegeben. Bei der Beschreibung des Schuldspiegels stehen hingegen ausdrücklich 3,3 Meter Höhe und 1,8 Meter Breite.

Für manche Zeitangaben liefern die angefügten Bestimmungen ihre Definition gleich mit. Die Verführung einer verheirateten Frau wird dort mit einem Abzug von zwei ji an Lebenszeit verbunden. Ein ji, heißt es ergänzend, umfasst zwölf Jahre; zwei ji bedeuten in dieser Rechnung vierundzwanzig Jahre. Bei vorgetäuschter Zuvorkommenheit mit schlechter Absicht nennt eine andere Regel ein suan und erklärt dieses als drei Monate. Die beiden Einheiten stehen bei unterschiedlichen Handlungen, beziehen sich aber jeweils auf die zugemessene Lebensspanne. Die genaue Dauer ergibt sich aus der Erläuterung des betreffenden Abschnitts und bleibt mit dieser Regel verbunden.

Jie, auch durch das Sanskritwort kalpa bekannt, kann im Buddhismus ein unermesslich langes Weltzeitalter bezeichnen. Der Kommentar zu den Höllenstrafen verwendet es zusätzlich als Einheit eines vollständigen Durchgangs. Ein Wesen wird bestraft, stirbt dabei, gewinnt seine Gestalt zurück und erleidet die Strafe erneut. Jeder solche Durchgang zählt als ein jie. Ist eine Schuld auf diese Weise erschöpft, können weitere Vergehen andere Strafen nach sich ziehen. Beim anschließenden Wechsel der Daseinsform gilt jeweils eine neue Geburt als ein jie. Hundert jie zählen je nach Zusammenhang deshalb hundert Strafdurchgänge oder hundert Geburten; die wiederkehrende Zahl erhält ihren Sinn durch den bezeichneten Vorgang.

Bei einer Widmung beschreibt der Richter eine Aufteilung in sieben Anteile: sechs bleiben beim Menschen, der Gutes getan hat, einer kommt dem Kindergeist zugute. Die Hilfe setzt selbstlose Absicht und die ausdrückliche Zuwendung an das Kind voraus. Davon unterscheiden sich einzelne Minderungen in der angefügten Tabelle. Für fünfhundert gute Taten mittleren Gewichts nennt eine Zeile sieben Anteile; eine andere setzt für fünfhundert große gute Taten eine Minderung um die Hälfte an. Die Art der Handlung gehört damit ebenso zur Bestimmung wie ihre Zahl. Bei den sieben Anteilen dieser Tabelle bleibt die Gesamtzahl der Anteile offen. Ein bestimmter Prozentsatz lässt sich daraus nicht ablesen.

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