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《阴律无情》文化导读 · DE

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Der Übergang nach dem Tod richtet sich nach dem, was ein Wesen aus seinem Leben mitbringt. Wer durchweg gut gehandelt hat, kann nach der Erklärung zum Spiegel der Verfehlungen unmittelbar weitergeführt werden: entsprechend dem eigenen inneren Licht in ein verbundenes Buddhagefilde oder durch gute Gottheiten in einen Himmel. Solche Menschen brauchen vor dem Spiegel gar nicht zu erscheinen. Würden sie davorstehen, bliebe er ohne Bilder schlechter Taten. Bei Menschen mit bösen Handlungen werden diese dagegen vor den Anwesenden sichtbar. Die Wächter führen die Betroffenen anschließend fort. Entscheidend sind hier die Handlungen und ihre im Leben entstandenen Wirkungen.

Für Lebensläufe ohne ausgeprägt gute oder schlechte Taten beschreibt dieselbe Erklärung eine Prüfung vor zehn Gerichtshöfen und eine weitere menschliche Geburt. Geschlecht, Wohlstand und Lebensdauer entsprechen dem jeweiligen Verdienst. Die Darstellung des gewöhnlichen Geisterviertels nennt für Menschen ohne Höllenkarma dagegen eine Zuweisung zu diesem Wohngebiet. Dort beginnt ein längeres Geisterleben. Verstorbene ungeborene Kinder halten sich wiederum in einer besonderen Stadt auf; ihr Fortgang hängt mit ihren Eltern, den bestehenden Beziehungen und empfangenem Verdienst zusammen. Prüfung, Aufenthalt und neue Geburt bilden daher je nach Ausgangslage unterschiedliche Abläufe. Jede dieser Beschreibungen erklärt die Voraussetzungen der jeweils behandelten Gruppe.

Auch während einer laufenden Strafe kann sich eine neue Möglichkeit öffnen. Dizangs Wunsch zufolge genügt ein aufrichtiger Augenblick der Reue, um in die Lehrhalle Mingguang Chuzhuan gebracht zu werden. Die Wächter erkennen die Veränderung am Licht des Wesens, unterbrechen die Strafe und ermöglichen ihm Unterweisung. Ein dort umkehrender Mann verpflichtet sich zur rechten Lehre. Danach ergeht ein förmlicher Entscheid; er erhält Meng Pos Trank und wird zur menschlichen Geburt entlassen. Die vom Richter erläuterten Bedingungen dieses nächsten Lebens enthalten weiterhin Folgen früherer Taten. Hilfe und eigener Wandel eröffnen ihm eine Gelegenheit, innerhalb dieser Bedingungen anders zu handeln.

Ein Zwischenzustand bezeichnet wiederum die Verbindung zwischen zwei Leben. Die Wörter zhongyin und zhongyou betreffen in der zitierten Lehre über den Eintritt in den Mutterleib sowohl die Übergangsphase als auch das Wesen, das seiner nächsten Geburt zustrebt. Ein Bewohner des Geisterviertels führt bereits ein Geisterleben. Eine religiöse Erscheinung hat nochmals einen anderen Zweck: Guanyin wird dem katholischen Jungen in der vertrauten Gestalt Marias gegenwärtig, um ihm zu helfen. Bei einer Wiedergeburt beginnt hingegen ein neues Leben, etwa als Mensch oder Tier, mit den Bedingungen dieser Existenz. Diese Begriffe erklären unterschiedliche Formen von Gegenwart, Weiterleben und Übergang.

Eine andere Vorstellung der Vollendung enthält die katholische Lehre. Im Katechismus ist das Purgatorium, meist Fegefeuer genannt, die letzte Läuterung von Menschen, deren Heil bereits feststeht. Die Reinigung führt zur Gemeinschaft mit Gott. Die Auferstehung betrifft das erneuerte leibliche Leben in der Vollendung, in dem die Toten mit verwandeltem Körper leben werden. Im buddhistischen Zusammenhang bezeichnet Wiedergeburt eine weitere bedingte Existenz. Für die Hilfe an Verstorbenen ist das jeweilige Ziel wesentlich: Gebet, Reinigung und Unterstützung stehen in einer Beziehung zu der Zukunft, auf die eine Tradition ihre Hoffnung richtet.

原节 5.5 · Die Bedingungen einer neuen Geburt

Eine neue Geburt setzt nach der im Buch angeführten Lehre mehrere Beziehungen voraus. Frühere Taten bestimmen, welcher Existenz ein Zwischenwesen zustrebt; seine Gestalt entspricht bereits diesem künftigen Leben. Die zitierte Schrift schreibt allen solchen Wesen übernatürliche Fähigkeiten zu: Sie können durch den Raum fliegen und ihren kommenden Geburtsort aus großer Entfernung erkennen. Der Übergang zwischen zwei Leben umfasst damit Wahrnehmung und Bewegung. Das Wesen nähert sich einem neuen Lebenszusammenhang, in den es Wirkungen seines früheren Handelns mitbringt. Dessen Bedingungen beginnen sich bereits vor dem eigentlichen Eintritt in die neue Existenz abzuzeichnen.

Die Bewegungsrichtung zeigt das bevorstehende Ziel. Ein Zwischenwesen, das in einen Himmel gelangt, hält den Kopf nach oben. Für menschliche, tierische und Geistergeburten wird eine waagerechte Bewegung beschrieben, für Höllenexistenzen ein gerade nach unten gerichteter Kopf. Bei der Geburt aus einem Mutterleib müssen zudem Vater, Mutter und Kind durch zueinander passende karmische Beziehungen verbunden sein. Die Schrift spricht von einem gegenseitigen Entsprechen ihrer Taten. Erst wenn diese Bedingungen zusammentreffen, kann der Eintritt erfolgen. Die familiäre Verbindung geht also aus einem Zusammenhang hervor, an dem alle drei beteiligt sind und in dem frühere Beziehungen weiterwirken.

Für den Augenblick des Eintritts beschreibt die Lehre einen verblendeten Bewusstseinszustand. Ein männliches Zwischenwesen empfindet Anziehung zur Mutter und Abneigung gegen den Vater, ein weibliches die entgegengesetzten Regungen. Begehren und Abwehr ziehen es nach dieser Darstellung in die nächste Existenz hinein. Die Aussage bezieht sich auf dieses Wesen und diesen Übergang. Vergangenes Handeln, das Zusammentreffen der Eltern-Kind-Beziehungen und die momentane Verblendung erfüllen darin verschiedene Funktionen: Die Taten bereiten Möglichkeiten vor, die Beziehungen eröffnen eine konkrete Geburt, und das verwirrte Bewusstsein vollzieht den Eintritt in sie.

Die Fundstelle liegt in Band 56 des Dabaoji jing, der Großen Juwelenhaufen-Sammlung, auf Sanskrit Mahāratnakūṭa. Sie gehört zur vierzehnten Versammlung und trägt den Titel „Der Buddha spricht über den Eintritt in den Mutterleib“, hier deren erster Teil. Die Angabe von Sammlung, Band, Versammlung und Teil bezeichnet unterschiedliche Gliederungen desselben Textbestands. Andere buddhistische Lehrtraditionen haben die Annahme eines Zwischenzustands bestritten. Das Kathāvatthu behandelt in VIII.2 die Frage, welcher anerkannten Daseinsform er zugeordnet werden könnte und welche Eigenschaften er haben sollte. Diese Gegenposition prüft die Einordnung als eigener Zustand; das angeführte Geburtslehrgespräch entfaltet dagegen seine Gestalt und Bewegung.

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