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《阴律无情》文化导读 · DE

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Yuanqin zhaizhu umfasst Wesen, die durch frühere Nähe, Feindschaft oder offene Ansprüche verbunden sind. Der Landgott verwendet den Ausdruck für Begleiter lebender Menschen. In der dazugehörigen Schilderung folgen Reihen von Geistwesen den Passanten, haften teilweise an ihnen oder schlagen nach ihnen; die Autorin führt den Kopfschmerz eines Menschen auf einen solchen Schlag zurück. Ein Mann mit schwachem weißem Licht durchquert dagegen eine dunkle Gasse, in der die Geister ihm Platz machen und erst nach ihm zurückkehren. Die beschriebenen Unterschiede erklärt der Landgott aus den jeweiligen Beziehungen zwischen den Lebenden und den sie begleitenden Wesen.

Auch eine zunächst günstige Bindung kann eine neue Verletzung erfahren. Der Richter erklärt, ein Kind könne aus Dankbarkeit oder zur Begleichung einer Schuld gekommen sein und nach einem Schwangerschaftsabbruch Groll entwickeln. Bei einem bereits belasteten Verhältnis vertiefe sich die Feindschaft. Die früheren Bindungen wirken zusammen mit den späteren Entscheidungen: Die Beteiligten fügen ihrem Verhältnis weiteres Geschehen hinzu. Aufrichtige Reue, das Beenden schädlichen Handelns und dem Kind gewidmete gute Taten werden als Kräfte einer erneuten Veränderung genannt. Die Hilfe soll den leidenden Empfänger erreichen und zugleich die Lebensführung der handelnden Eltern dauerhaft zum Guten wenden.

Bei diesen Beziehungen lassen sich mehrere Zeiten des Handelns unterscheiden. Vor der Geburt werden die Voraussetzungen einer Begegnung beschrieben. Während des gemeinsamen Lebens entstehen durch Pflege, Versprechen, Hilfe und Verletzungen weitere Verbindungen. Nach einem Tod kann ein Hinterbliebener gute Handlungen einem Verstorbenen widmen. Das Kind besitzt dabei ebenso eine eigene Vorgeschichte und Zukunft wie die Eltern. Die verschiedenen Handlungen gehen von verschiedenen Wesen aus und können einander begegnen. So erhält die familiäre Beziehung Tiefe über ein einzelnes Leben hinaus, während die gegenwärtige Verantwortung bei denen bleibt, die jetzt entscheiden und handeln können.

原节 2.7 · Eigene Vorgeschichte und gemeinsame Lebensbedingungen

Frühere Handlungen können weiterwirken, während Menschen bereits unter neuen Umständen leben. Suye bezeichnet diese vorausgegangenen Taten, Yezhang die daraus entstehenden Hindernisse, etwa Schwierigkeiten auf dem religiösen Weg. Damit eine Folge hervortritt, müssen ihre weiteren Bedingungen zusammentreffen. Bieye richtet den Blick auf die eigene Handlungsgeschichte; Gongye betrifft Bedingungen, an denen mehrere Wesen gemeinsam Anteil haben. Innerhalb einer Familie können deshalb gemeinsame Erfahrungen und verschiedene persönliche Entwicklungen zugleich bestehen. Jeder Angehörige bringt eine Vorgeschichte mit und setzt durch seine jetzigen Entscheidungen neue Ursachen. Die Verbindung zu anderen wird dadurch Teil des eigenen weiteren Lebens.

Für die Begegnung bei einer Geburt führt die Autorin eine buddhistische Erklärung an. Ihr Zitat stammt aus dem sechsundfünfzigsten Faszikel des Dabaoji jing, dem ersten Teil der vierzehnten Versammlung über den Eintritt in den Mutterleib. Zhongyou bezeichnet darin das Zwischenwesen auf dem Weg vom Tod zu einer neuen Geburt. Seine Gestalt entspricht bereits dem Daseinsbereich, auf den es zugeht. Die Passage schreibt ihm die Fähigkeit zu, den künftigen Geburtsort aus der Ferne zu erkennen und sich durch den Raum dorthin zu bewegen. Der Eintritt in ein neues Leben erhält so eine eigene Zwischenphase und bestimmte Voraussetzungen.

Die genannte Richtung führt zu Himmelswelten aufwärts, zu Menschen, Tieren und Geistern waagerecht, zu Höllen abwärts. Bei Eltern und Kind müssen aufeinander bezogene karmische Voraussetzungen, Xianggan ye, vorhanden sein, damit der Eintritt in den Mutterleib erfolgt. Außerdem beschreibt die Passage ein verwirrtes Begehren: Ein männliches Zwischenwesen empfinde Liebe zur Mutter und Abneigung gegen den Vater, ein weibliches Liebe zum Vater und Abneigung gegen die Mutter. An dieses Zitat schließt die Autorin den Wunsch nach Achtung des entstehenden Lebens an. Frühere Hilfe oder Feindschaft könne den Anlass der Begegnung bilden; das gekommene Wesen solle nun Fürsorge erfahren.

Mehrere frühere Ursachen können im selben Menschen unterschiedliche Früchte tragen. Der Richter erklärt bei einem aus der Hölle befreiten Mann den künftigen Wohlstand aus früherer Großzügigkeit. Häufige kleinere Beschwerden, Täuschungen durch andere und Hindernisse beim Üben führt er dagegen auf weiteres früheres Handeln zurück. Diese verschiedenen Folgen gehören zur eigenen Vorgeschichte des Mannes. Bei gemeinsamen Lebensbedingungen geht es zusätzlich um das Zusammentreffen mehrerer solcher Wege. Eltern, Kinder und spätere Angehörige befinden sich darin an unterschiedlichen Stellen. Ihre jetzige Hilfe, ihr Umgang miteinander und ihre jeweiligen Entscheidungen verändern, was aus der Verbindung weiter entstehen kann.

Eine Widmung für Verstorbene führt diese Verbindung über den Tod hinaus. In einem anderen Bericht übt ein Sohn beharrlich und widmet seinem Vater die Frucht seines guten Handelns. Der Vater verfügt über frühere gute Voraussetzungen, bereut sein späteres Fehlverhalten aufrichtig und empfängt Dizangs Hilfe. Die Tätigkeiten des Sohnes und die Antwort des Vaters kommen dabei zusammen. Geburt, gemeinsames Leben und Hilfe nach dem Tod beschreiben somit verschiedene Abschnitte einer fortdauernden Beziehung. Die Beteiligten behalten jeweils ihre eigene Tätigkeit und Entwicklung. Empfangene Unterstützung kann einen neuen Anfang ermöglichen, den das Wesen durch sein weiteres Verhalten fortsetzt.

原节 2.4 · Spätere Geburten und nachwirkende Folgen

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