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《阴律无情》文化导读 · DE

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Die Hilfe richtet sich nach Ursache und Wirkung. Der Richter erklärt, dass Buddhas und Bodhisattvas beim Retten die Kausalität achten. Der Nachwortautor Daolan nennt sie eine Gesetzmäßigkeit, die unabhängig von Stellung, Vermögen, Ansehen oder Herkunft gilt. Verändern lassen sich die Bedingungen, unter denen eine Handlung ihre Frucht trägt. Aufrichtige Umkehr, das Ende schädlichen Handelns und tätiges Gutes greifen an diesen Bedingungen an. Die Beständigkeit der Regel und die Möglichkeit einer anderen Zukunft gehören deshalb zusammen. Religiöse Fähigkeiten allein lösen die Folgen eines schädlichen Lebens nicht auf. Der Richter beschreibt sogar eifrige Praktizierende, die Gebote verletzt haben und bei der Verhandlung schützende Mantras sprechen können; ihre Verfehlungen bleiben dennoch wirksam. Rettende Hilfe kommt mit Reue und den Möglichkeiten geistiger Klärung zusammen. Auch das freie Kommen von Erwachten, die aus einem Gelübde heraus anderen helfen, gehört zu ihrer verwirklichten Freiheit. Es bezeichnet eine andere Weise des Wirkens als das durch eigene Verblendung gebundene Weiterleben gewöhnlicher Wesen.

Vertrauen in diesen Weg findet Ausdruck in der Zuflucht zu den Drei Juwelen: Buddha, Dharma und Sangha. Sie bedeuten den Erwachten, die Lehre und die Gemeinschaft, in der sie gelebt und weitergegeben wird. Sangha kann den Orden von Nonnen und Mönchen, die Gemeinschaft bereits zur Einsicht Gelangter oder im weiteren Gebrauch den Kreis der Übenden meinen. Zuflucht gibt dem Lernen, Üben und Handeln eine Richtung. Dazu gehören auch Laien. Die Verfasserin bekennt sich als Laienschülerin zu dieser Grundlage, zur Gebotstreue und zum Wunsch, mit der Weitergabe der Lehre anderen aus ihrem Leid zu helfen.

原节 4.3 · Dizang und seine Helfer

Dizangs Hilfe verbindet die Unterweisung des Geistes mit der Linderung gegenwärtigen Leidens. Seine Darstellung als Mönch trägt dieses Anliegen auch in der Gestalt: Er sitzt auf einer blaugrünen Lotusblüte, hält links eine rosafarbene Perle und rechts einen goldenen Ringstab. Links steht der Mönch Daoming, rechts der Beschützer Min Gong. Diese drei menschlich erscheinenden Gestalten heißen im Titel des betreffenden Buchkapitels die „Drei Heiligen des Südens“. Diting, Dizangs Reittier, befindet sich ebenfalls an seiner Seite. Die Aufgaben der Begleiter ergänzen sich: Weisung, Vermittlung und religiöse Übung wirken an der Hilfe für ein leidendes Wesen mit.

Die Hölle des Geschreis liefert dafür ein konkretes Beispiel. Min Gong übermittelt zwei Wächtern, welchen Mann Dizang sprechen möchte. Der herbeigebrachte Mann kann vor Schmerzen zunächst kein Wort sagen. Daoming nimmt Dizangs Perle und rezitiert dessen Mantra. Das Licht erfasst die ganze Hölle, lindert die Qualen und gibt dem Mann genügend Kraft zurück, um zu antworten. Auch die anwesende menschliche Beobachterin spürt die Wärme dieser Hilfe. Die Wirkung betrifft daher den einzelnen Mann und die übrigen Anwesenden. Für seine anschließende Entlassung kommen weitere Voraussetzungen zusammen: heilsame Handlungen aus früheren Leben, die Verdienste seines Sohnes und seine eigene aufrichtige Reue. Dizang erklärt, der Mann habe früher als Mönch zeitweise reine Gebote gehalten und danach sieben wohlhabende Menschenleben mit fürsorglichen Kindern erfahren. Im siebten habe er durch sexuelles Fehlverhalten und Verleumdung neues Leid verursacht. Nun widmet ihm der Sohn hingebungsvoll seine Praxis; der Vater bereut selbst und verspricht, die rechte Lehre dauerhaft zu unterstützen.

Bei einer Frau in derselben Hölle bewirkt die Hilfe zunächst einen anderen Schritt. Ihr Leiden lässt nach, und sie erkennt, dass sie anderen schweres Unrecht angetan hat. Ihr inneres Licht wird ein wenig heller. Danach bringen die Wächter sie in die Strafstätte zurück. Dizang erklärt, die Verbindung zu seiner Lehre könne in einem sehr fernen künftigen Menschenleben wirksam werden. So kann eine Begegnung mit der Lehre bereits eine gute Voraussetzung schaffen, während tiefere Belastungen noch fortbestehen. Beim Mann ermöglichen die zusammentreffenden Bedingungen die Entlassung; bei der Frau beginnt ein längerer Weg der Veränderung, dessen spätere Wirkung ebenfalls zur Hilfe gehört.

Diting spricht in Avīci selbst über seine Aufgabe. Ein Gefangener möchte lieber als Hund bei Dizang bleiben, und der Bodhisattva erläutert darauf die Herkunft seines Begleiters: Diting geht aus seinem Geist hervor, übt selbst und gehört nicht zu den Tieren, die durch die sechs Daseinsbereiche wandern. Auf die Frage nach seiner Aufgabe erklärt Diting, jedes Wesen solle seine Pflichten sorgfältig erfüllen und zugleich anderen helfen. Solange die eigenen Verdienste unvollständig sind, dient diese Hilfe auch der eigenen Entwicklung. Das Reittier ist somit ein lernender Begleiter mit eigenem Wirken. Seine Stellung und Herkunft ergänzen die Gruppe der drei im Kapiteltitel genannten Heiligen.

Auch eine zornvolle Erscheinung kann diese Hilfe ausdrücken. In Avīci steht Dizang auf einer blaugrünen Lotusblüte über Feuer, das in der Beschreibung von störenden Gedanken befreit und keine bedrückende Hitze erzeugt. Die Perle ist feuerrot, der Lichtkranz goldgelb, auf dem Ringstab erscheint eine rote Lotusblüte. Das chinesische qing umfasst einen Farbbereich zwischen Grün und Blau. Andere ungewöhnliche Wesen besitzen eigene Bildtraditionen: Drachen verbinden sich mit Wasser, Schutz und kaiserlicher Herrschaft; das Qilin gilt in konfuzianischer Überlieferung als günstiges Zeichen eines weisen Herrschers. Gefäße und Gelehrtenobjekte in Museen bewahren diese Bedeutungen. Diting erhält seine besondere Bedeutung aus Dizangs Erklärung und seiner eigenen Lehre vom Helfen.

原节 4.4 · Erscheinungsformen des Mitgefühls und die Gestalt Marias

Eine religiöse Erscheinung macht Hilfe in einer Form zugänglich, die ein Wesen erkennen und annehmen kann. Das Pumenpin, das Guanyin gewidmete Kapitel des Lotus-Sūtra, beschreibt diese Fähigkeit durch verschiedene Gestalten. Wer durch einen Buddha unterwiesen werden kann, empfängt die Lehre in dieser Form; für andere erscheint Guanyin etwa als ein für sich Erwachter, ein Pratyekabuddha. Solche hilfreichen Mittel setzen bei Verständnis und Lebenslage des Gegenübers an. Der Bodhisattva hört die Rufe leidender Wesen und antwortet auf ihre besonderen Möglichkeiten. Die vertraute Gestalt eröffnet eine Beziehung, in der Unterweisung und Veränderung möglich werden.

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