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《阴律无情》文化导读 · DE

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Tiere, Geister und Höllenwesen werden als die drei unteren Wege zusammengefasst. Leiden und eingeschränkte Möglichkeiten erschweren dort das Leben. Ein Tier hat etwa weniger Gelegenheit, eine Unterweisung zu hören, ihren Sinn zu verstehen und bewusst danach zu üben. Daraus erwächst ein Grund, Tiere zu schützen und ihnen mit Fürsorge zu begegnen. Nach der Erklärung des Richters bleibt allen Wesen das Licht ihrer eigenen Natur gemeinsam. Gewohnheiten und Verunreinigungen können es verdecken. So verschieden ihre Körper und Lebensbedingungen sind, die Klärung des Geistes und die Hilfe für leidende Wesen gehören zu derselben religiösen Aufgabe.

Zur buddhistischen Weltvorstellung gehört auch Jambudvīpa, der südliche Kontinent, auf Chinesisch Nanshanbuzhou. Hier verortet der Text die Menschenwelt. In förmlichen Herkunftsangaben verbindet er diesen Namen mit Zhendan, einer alten Bezeichnung für China. Solche Angaben stellen einen menschlichen Herkunftsort in die umfassendere religiöse Weltordnung. Sie erklären, weshalb chinesische Orts- und Herkunftswörter neben Bezeichnungen für Himmel, Geister und Höllen erscheinen und zugleich etwas über den jeweiligen Zuständigkeitsbereich aussagen.

Zwei Gleichnisse im Anhang verdeutlichen den Wert einer menschlichen Geburt. Die dort zitierte Stelle aus dem Saṃyukta-Āgama vergleicht die wenigen Menschen mit Erde auf einem Fingernagel und die übrigen Wesen mit der Erde der ganzen Welt. Das angeführte Nirvāṇa-Sūtra richtet den Vergleich zusätzlich auf Menschen, die gute Taten vollbringen. Die geringe Menge steht dort für die seltene Verbindung von menschlichem Leben und heilsamem Handeln. Lernen, abwägen, umkehren und anderen helfen sind Möglichkeiten dieser Lebensform. Ihr Wert zeigt sich darin, dass sie auch tatsächlich genutzt werden.

原节 5.3 · Das Leben im gewöhnlichen Geisterviertel

Das gewöhnliche Geisterviertel bietet einen eigenen Lebensraum für Menschen, deren irdisches Leben weder von besonders großen guten noch von besonders großen schlechten Taten geprägt war. Nach dem Tod begleiten der Schwarze und der Weiße Wuchang sie zur Prüfung ihrer Aufzeichnungen. Liegt kein Karma für eine Höllenstrafe vor, können sie diesem Wohngebiet zugeteilt werden. Großes gutes Karma ermöglicht dagegen einen Aufstieg oder eine menschliche Geburt. Die Bewohner des Viertels bewegen sich frei und führen einen Alltag. Hungrige Geister und Gefangene der Höllen haben andere Lebensbedingungen; die Zugehörigkeit zur Unterwelt allein erklärt noch nicht, wie ein Wesen dort lebt.

Im Viertel leben Erwachsene und Kinder unter einem grauen Himmel ohne Sonne, Mond und Sterne. Ihre Kleider sind dunkel, ihre Gestalten leicht und ohne Fleisch und Blut. Beim Gehen fehlt die gewohnte körperliche Schwere der Menschenwelt. Geschäfte und einfache Handelsbeziehungen gehören dennoch zu ihrem Alltag. Ein langer Gang hat an beiden Seiten Verkaufsstände, von denen manche von einer Person, andere von zwei oder drei gemeinsam betrieben werden. Bewohner wählen Waren und Lebensmittel aus und begegnen einander. Diese Einzelheiten beschreiben ein fortdauerndes gemeinschaftliches Leben mit Freiheiten, die den Wesen in den Strafstätten fehlen.

Auch Nahrung hat dort andere Eigenschaften. Sie wird als kalt und nahezu gewichtslos beschrieben; als Vergleich dient das deutlich spürbare Gewicht eines Bechers Wasser in einer menschlichen Hand. Eine Verkäuferin nennt ihre frisch zubereitete Speise „erfrischende Suppe“ und erklärt, nach dem Trinken werde sie erst im folgenden Jahr wieder gebraucht. Die Beschreibung vergleicht diese Wirkung erstaunt mit dem Lingzhi-Pilz. Beim Berühren der Hand einer menschlichen Besucherin empfindet die Verkäuferin deren Temperatur als hoch und empfiehlt die Suppe zur Kühlung. Die Besucherin lehnt dankend ab und erläutert, ihre Körpertemperatur sei unter Menschen seit der Kindheit eher niedrig.

Der Richter erläutert die Ernährung als Aufnahme der Essenz durch Berührung. Drei Mahlzeiten am Tag sind dafür nicht nötig; eine Portion sättigt ungefähr ein Jahr. Für die Lebensdauer nennt er dreihundert bis fünfzehnhundert Jahre. Gute Anlagen und religiöse Übung können jedoch einen früheren Übergang ermöglichen: Ein Bewohner kann dieses Geisterleben vorzeitig beenden und als Mensch oder himmlisches Wesen weiterleben. Die lange Dauer bedeutet also, dass hier eine eigene Existenz mit Ernährung und Tätigkeit besteht. Zugleich bleibt sie offen für Veränderungen, die aus den geistigen Voraussetzungen und dem Handeln des Bewohners hervorgehen.

Angehörige können zu dieser Versorgung und Entwicklung beitragen. Die jährliche Gabe zu Qingming wird mit der ungefähr ein Jahr anhaltenden Sättigung verbunden. Empfohlen werden vegetarische Speisen, Blumen und Früchte; Fleisch belastet die Ahnen nach der Erklärung zusätzlich mit Karma. Weiter reicht die Hilfe durch das Sprechen von Buddhanamen, die Rezitation von Schriften und gute Taten, deren Verdienst den Verstorbenen gewidmet wird. Die Familie dankt damit für empfangene Fürsorge und unterstützt einen günstigeren weiteren Weg. Bei den Bewohnern selbst kommen gute Anlagen und eigene Übung hinzu, die einen früheren Übergang in eine menschliche oder himmlische Geburt ermöglichen.

原节 5.4 · Verschiedene Übergänge nach dem Tod

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