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《阴律无情》文化导读 · DE

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Aus den Bedingungen der Geburt ergibt sich eine Aufgabe für den Umgang mit Kindern. Die Verbindung mit beiden Eltern soll geachtet werden, auch wenn aus früheren Beziehungen Schwierigkeiten hervorgehen. Gute und belastete Beziehungen verlangen Fürsorge, und jede Person trägt weiterhin die Folgen ihres eigenen Handelns. Der an das Zitat angeschlossene Appell des Buches richtet sich auch an Menschen nach einem Schwangerschaftsabbruch: Er bittet um aufrichtige Reue, das Sprechen von Buddhanamen und die Widmung des Verdiensts für das verstorbene Kind. Damit verbindet er den Wunsch nach dessen baldiger Geburt im westlichen Reinen Land und nach Befreiung aus seinem Leid.

原节 5.6 · Ein Leben endet, seine Wirkungen reichen weiter

Mit dem Tod endet in der Welt von Yinlü wuqing das körperliche Leben, während ein geistiger Lebenszusammenhang fortbesteht. Handlungen, Bindungen und Gewohnheiten wirken über den Tod hinaus und prägen eine weitere Geburt. Für diese Kontinuität verwendet der chinesische Text mehrere Wörter. Shenshi bezeichnet das geistige Bewusstsein, lingti die erkennbare Gestalt eines geistigen Wesens; hun und po benennen geistige und körpernahe Aspekte des Lebens. Deutsche Wörter wie Seele, Geist und Bewusstsein erschließen jeweils einen Teil dieser Bedeutungen. An einer Ahnentafel geht es um die fortbestehende Beziehung zu einem Verstorbenen, bei einer Wiedergeburt um das Weiterleben unter neuen Bedingungen.

Die Vorstellung verschiedener Lebensaspekte erklärt auch eine besondere Form der Trennung, die bereits zu Lebzeiten möglich sein soll. Die Darstellung der Hölle der Peitschen und Stöcke betrifft Menschen, deren Lebensfrist noch nicht abgelaufen ist und die sexuelles Fehlverhalten begehen. Wächter können nach dieser Erklärung einen kleinen Teil ihres geistigen Bewusstseins zur Bestrafung in die Unterwelt bringen. Die Passage bezeichnet diesen Teil zugleich als die drei hun aus der Verbindung von drei hun und sieben po. Währenddessen lebt der menschliche Körper auf der Erde weiter. Beide Aufenthaltsorte gehören dadurch zeitweilig zu demselben fortdauernden Leben.

Mit dieser zeitweiligen Trennung verbindet die betreffende Passage Benommenheit und Kopfschmerzen. Schläge werden im Dämmerzustand wahrgenommen und meist als schlechter Traum gedeutet. Für schwere Fälle nennt sie Fieber und Bettlägerigkeit; bei der Rückkehr des festgehaltenen Anteils können Schmerzen am ganzen Körper auftreten. Diese Beschwerden gehören zur religiösen Erklärung eines weiterhin verbundenen körperlichen und geistigen Lebens. Die unterschiedliche Wortwahl richtet die Aufmerksamkeit einmal auf das Wahrnehmen, einmal auf die festgehaltene Gestalt und einmal auf ihre Rückkehr. Aus dieser Verbindung erklärt der Text, weshalb die Vorgänge in einem Bereich zugleich im anderen spürbar werden.

Für den Fortgang über mehrere Geburten ist die Unterscheidung zwischen Erinnerung und Wirkung wesentlich. Das Vergessen eines früheren Lebens beendet dessen Folgen noch nicht. Der Richter erläutert das am künftigen Leben eines aus der Lehrhalle entlassenen Mannes: Frühere Freigebigkeit werde Wohlstand bringen, das Entziehen fremder Lebenskraft dagegen körperliche Schwäche und Hindernisse. Mit dreißig werde er religiös üben und dennoch erneut zum Stehlen neigen. Solche Neigungen geben ihm eine neue Aufgabe. Wie er ihnen begegnet, ob er sie auslebt oder aufgibt, schafft wiederum Ursachen für seine Zukunft. Auch ohne bewusste Erinnerung bleibt ein Mensch für seine gegenwärtigen Entscheidungen verantwortlich.

Die buddhistische Lehre vom Nicht-Selbst untersucht, woran sich der Mensch in diesem Wandel festhält. Im Lehrgespräch SN 22.59 werden Körper, Gefühl, Wahrnehmung, geistige Gestaltungen und Bewusstsein daraufhin betrachtet, ob sie beständig sind und vollständig dem eigenen Willen gehorchen. Ihre Veränderlichkeit führt zum Loslassen der Vorstellung eines unveränderlichen, verfügbaren Selbst. Die Lehre fragt damit nach der Identifikation mit Lebensvorgängen, während die Rede von hun und po verschiedene Lebensaspekte beschreibt. Beide Begriffe behalten ihre jeweilige Aufgabe. Eine weitere Frage behandelt der Anhang mit dem Diamantsūtra: Dort dienen Aussagen über körperliche Erscheinung dazu, Guanyins Auftreten als Maria zu begründen.

原节 5.7 · Herkunft und Rückkehr zum Licht

Der Himmel heißt im Buch Heimat, weil der Himmelskaiser die menschliche Geburt als einen späteren Abschnitt des Lebens versteht. Yuanji, der ursprüngliche Herkunftseintrag, liegt nach seiner Erklärung im Himmel; fenji bezeichnet weitere Registrierungen in Menschenwelt und Unterwelt. Diese Sprache der Zugehörigkeit verbindet gegenwärtigen Aufenthalt und mögliche Rückkehr. Der Kaiser zählt die Wesen unterhalb des Himmels zu seinen Untertanen und möchte sie aus leidvollen Lebenslagen zurückführen. Ausgenommen sind die wenigen Buddhas und Bodhisattvas, die aufgrund ihres Gelübdes aus anderen Buddhafeldern kommen, um ihnen verbundene Wesen zu lehren. Ihre Ankunft dient bereits der Hilfe für andere.

Die Entstehung des menschlichen Lebens erläutert der Richter mit Wesen aus dem Guangyin-Himmel, dem Ābhāsvara-Bereich der Formsphäre. Ihre Körper bestehen aus Licht, und sie gelangen fliegend auf die junge Erde. Dort wächst eine duftende Erdspeise, difei, deren Aussehen frischen Früchten ähnelt. Die himmlischen Wesen halten die fünf Gebote ein. Weil noch keine Menschen auf der Erde leben und die Nahrung niemandem gehört, begehen sie beim Essen keinen Diebstahl. Dennoch hat ihr Genuss Folgen: Von Farbe und Duft angezogen, kosten sie die Nahrung, essen weiter und verbinden sich mit der Erde, deren Stoff sie aufnehmen.

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