101. ZH-L0731 Die beiden Zitate aus dem Kapitel vom universellen Tor entsprechen Kapitel 25 des Lotussutras (T 262, Rolle 7): Sie betreffen das Anrufen des Namens und die den Wesen angepassten Erscheinungsformen. Die Verbindung mit Maria stammt aus dem vorliegenden Bericht, nicht aus diesen zitierten Stellen.
102. ZH-L0733 Die Gleichsetzung Marias mit einer Manifestation Avalokiteśvaras ist die religiöse Deutung des Richters in diesem Buch, keine hier bestätigte katholische Lehre. Das Kompendium des Katechismus der katholischen Kirche, Frage 95, bezeichnet Maria als Mutter Jesu und Mutter Gottes.
103. ZH-L0740 Der Bericht belegt nicht, dass Masturbation die beschriebenen Beschwerden oder den Tod verursacht. Anhaltende Schläfrigkeit bei einem Kind, besonders zusammen mit Müdigkeit oder Schmerzen, verlangt medizinische Abklärung; darauf weist die französische Krankenversicherung Assurance Maladie hin. „Nierenmangel“ bezeichnet hier das chinesische shenkui und ist nicht mit einer modernen medizinischen Diagnose gleichzusetzen.
104. ZH-L0739 ZH-L0739 und ZH-L0741 werden ausdrücklich als nicht explizite Zusammenfassungen wiedergegeben. Sie bewahren die Notlage, den familiären Zusammenhang und das Hilfegesuch, ohne Einzelheiten sexueller Verhaltensweisen eines sehr jungen Kindes wiederzugeben. Diese beiden Abschnitte sind daher keine vollständige Übersetzung.
105. ZH-L0735 Über denselben Jungen heißt es zunächst, seine Lebenszeit sei beendet gewesen, später dagegen, ihr Ende sei noch nicht erreicht gewesen. Diese Abweichung der chinesischen Vorlage bleibt erhalten.
106. ZH-L0762 Das Zitat folgt mit Kürzungen und abweichenden Formulierungen dem zweiten Tag von Yinguangs Unterweisungen zum Schutz des Landes und zur Abwendung von Katastrophen. Die gelesene Transkription hat zweimal 殃 („Unglück“), wo dieses Buch 秧 schreibt; siehe Anmerkung 5. Die chinesische Vorlage wird nicht stillschweigend geändert. Der dem Buddha zugeschriebene Vers steht in diesen Unterweisungen; seine früheste Sutraquelle wurde hier nicht ermittelt.
107. ZH-L0764 Das Yinguang-Zitat steht im dritten Sammelband seiner Schriften, Rolle 4, in der Unterweisung des achten Tages über die drei Zufluchten, fünf Gebote und zehn guten Handlungen, im vollständigen Absatz über sexuelles Fehlverhalten. Die ebenfalls gelesene Fassung der Unterweisungen zum Schutz des Landes bietet dort einen abweichenden Wortlaut; beide Transkriptionen werden nicht gleichgesetzt.
108. ZH-L0764 Die hier behaupteten Verbindungen zwischen sexuellem Fehlverhalten, Masturbation, Krankheit und Unfruchtbarkeit gehören zur religiösen Argumentation des Verfassers, nicht zu einer medizinischen Diagnose. Die WHO nennt verschiedene weibliche, männliche und ungeklärte Ursachen von Unfruchtbarkeit. Unbehandelte Infektionen können eine Ursache sein; Unfruchtbarkeit beweist jedoch keine moralische Schuld. Masturbation allein belegt die hier behaupteten körperlichen Schäden nicht.
109. ZH-L0810 Die zusätzliche Schuld wird im Zusammenhang mit dem vorangehenden Satz über einen Gebotsverstoß verstanden. Yinguang unterscheidet in seiner Darstellung der fünf Gebote zwischen der Schuld der Handlung und dem Verstoß gegen empfangene Gebote. Diese Parallele erklärt den Zusammenhang, fügt aber keine hier nicht erwähnte förmliche Zeremonie der Gebotsannahme hinzu.
110. ZH-L0812 Das Freilassen von Lebewesen wird hier als religiöse Praxis genannt. Daraus folgt nicht, dass jedes Aussetzen ökologisch unbedenklich wäre. Das Bundesamt für Naturschutz betont die Vorbeugung gegen die Einbringung problematischer gebietsfremder Arten. Der Text erteilt keine pauschale Erlaubnis, Tiere an beliebigen Orten auszusetzen.