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《阴律无情》

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13. Die erste Begegnung mit dem obersten Befehlshaber der Unterwelt, dem Kaiser von Fengdu

In das Schreiben dieses Buches, „Die unerbittlichen Gesetze der Unterwelt“, habe ich, Ayu, wirklich all meine Kraft gelegt! Zwar habe ich nicht viel Schulbildung, und mein Schreibstil ist schlicht und unbeholfen. Doch mein beständiger Wunsch, dass alle fühlenden Wesen die buddhistischen Gebote gewissenhaft halten, ist vollkommen aufrichtig.

Vor Kurzem habe ich gesehen, wie eine Dharma-Schwester Lehrer Tan immer wieder verleumdete. Sie trat äußerst angriffslustig auf und ließ mit ihren Worten keinerlei Spielraum! Lehrer Tan hat mir viel Gutes erwiesen. Aus seinen Texten habe ich viele lebendige Einsichten in die buddhistische Lehre gewonnen, und dafür bin ich ihm sehr dankbar! Außerdem hat Yanwang, der Herrscher der Unterwelt, Lehrer Tan persönlich mit der Manuskriptprüfung von „Die unerbittlichen Gesetze der Unterwelt“ beauftragt, und er hat freudig zugesagt. Wenn es darum geht, fühlenden Wesen zu helfen, sich vom Leid zu lösen und Glück zu erlangen, wird der Lehrer gewiss nichts ablehnen. Sollte die Veröffentlichung und Verbreitung von „Die unerbittlichen Gesetze der Unterwelt“ durch solche Verleumdungen beeinträchtigt werden, wäre das ein äußerst ernstes Problem.

Deshalb möchte ich meinen Teil beitragen und dem Lehrer gerade jetzt zur Seite stehen. Ich werde den Richter der Unterwelt persönlich aufsuchen und ihn bitten, alles zu erläutern.

Dankbar für den Beistand durch Buddhas Kraft! Auf der weißen Lotusblüte breche ich auf.

Ich lege vor dem Richter der Unterwelt die Hände zusammen!

Heute möchte ich den Richter der Unterwelt fragen: „Ist das, was Lehrer Tan lehrt, der rechte Dharma?“

Der Richter der Unterwelt antwortet: „Was Lehrer Tan lehrt, ist der rechte Dharma. Daran brauchst du nicht zu zweifeln. Wie hätte ihn der Herrscher der Unterwelt sonst mit der Manuskriptprüfung beauftragen können? Ayu, mit einer solchen Frage scheinst du die Weisheit des Herrschers der Unterwelt zu missachten.“

„Ach! Es tut mir leid, Richter der Unterwelt! Meine Frage war falsch. Bitte vergeben Sie mir mein Vergehen.“

Der Richter der Unterwelt sagt: „Als der Buddha damals unter dem Bodhi-Baum unmittelbar vor seiner Buddhaschaft stand, kam Māra und störte ihn aufs Heftigste. Mit seiner Sammlungskraft im Samādhi und der erhabenen geistigen Macht seiner aus Mitgefühl erwachsenen Verdienste schlug der Buddha Māras Heer zurück. Māra musste sich damals geschlagen zurückziehen, gelobte aber beim Rückzug: ‚Jetzt kann ich deine Sammlungskraft nicht zerstören. Doch wenn in Zukunft die Zeit des Niedergangs des Dharma kommt, werde ich meine Kinder und Kindeskinder aussenden. Sie werden deine Gewänder tragen und deinen Dharma zerstören.‘ Erst dann zog Māra zornig davon. Der Buddha vergoss damals Tränen des Mitgefühls. Tatsächlich sorgte er sich nicht darum, dass Māra den rechten Dharma zerstören könnte. Vielmehr empfand er Mitgefühl mit Māras Kindern und Kindeskindern, weil sie nach der Zerstörung der buddhistischen Lehre und der Verleumdung des rechten Dharma unermessliche, grenzenlose karmische Vergeltung in den Höllen erleiden würden. Vor seinem Eintritt ins Nirvāṇa unterwies der Buddha seine Schüler auch darin, dass die Buddha-Schüler späterer Zeiten die Gebote zum Lehrer nehmen und sich auf den Dharma, nicht auf Personen stützen müssen. Entscheidend ist, ob das, was jemand lehrt, mit den buddhistischen Sutren übereinstimmt. Im Śūraṅgama-Sūtra heißt es: ‚Was mit dieser meiner Darlegung übereinstimmt, wird als Wort des Buddha bezeichnet; was damit nicht übereinstimmt, ist das Wort Pāpīyas’.‘ Schon in der Zeit des wahren Dharma, als der Buddha noch anwesend war, kamen Dämonen, um zu stören. Wie viel mehr gilt dies jetzt, in der Zeit des Niedergangs des Dharma, in der falsche Lehrer, die ihre Lehren verkünden, so zahlreich sind wie die Sandkörner des Ganges! Wo der rechte Dharma ist, wird es gewiss auch Dämonen geben. Auch das ist auf dem Weg der Übung eine Prüfung und eine Gelegenheit, den Geist zu läutern und weiterzuentwickeln. Selbst der Buddha wurde damals von seinem jüngeren Vetter väterlicherseits Devadatta verleumdet, der ihn überall zu behindern und ihm zu schaden suchte. Später kam Devadatta hierher in die Hölle, um seine Strafe zu erleiden.“45

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