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《阴律无情》

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Plötzlich erscheint ein Beamter der Unterwelt und meldet: „Der Kaiser von Fengdu hat befohlen, die Lebende Shangguan Yuhua unverzüglich zu einer Audienz vorzuladen.“ Ach! Ich erschrecke heftig! Der Kaiser von Fengdu ist der höchste Herrscher hier und will mich sehen. Was für eine große Sache ist geschehen? Sofort mache ich mich mit dem Richter der Unterwelt auf den Weg.

Wir erreichen die große Halle! Sogleich knie ich nieder, um dem Kaiser von Fengdu meine Ehrerbietung zu erweisen.

„Ich, Shangguan Yuhua, eine einfache Frau aus der Welt der Lebenden, aus dem Land Zhendan auf dem südlichen Kontinent Jambudvīpa, verneige mich bis zum Boden vor dem Kaiser von Fengdu! Möge der Kaiser von Fengdu mir meine Vergehen vergeben.“46

Der Kaiser von Fengdu, den ich vor mir sehe, trägt ein Hofgewand und eine kostbare Krone auf dem Kopf. Er sitzt auf einem hohen Thron. Sein Gesicht ist tiefschwarz, sein Ausdruck außerordentlich streng. Sein Anblick flößt Ehrfurcht und Angst ein.

Ich bleibe die ganze Zeit in der großen Halle knien, stehe nicht auf und wage nicht einmal, den Kopf zu heben und zu ihm aufzublicken.

Da beginnt der Kaiser von Fengdu zu sprechen: „Ich kenne bereits den Grund deines Kommens und habe dir deshalb gnädig eine Audienz gewährt. Herr Tan in der Welt der Lebenden, der unter dem Namen Wenshu Mojie schreibt, verkündet den rechten Dharma. Er unterweist die fühlenden Wesen in der Zeit des Niedergangs des Dharma und läutert die Herzen der Menschen. Inzwischen ist die Welt der Lebenden an einem Punkt angelangt, an dem die moralischen Vorstellungen von Tag zu Tag weiter verfallen. Es fehlt in schwerwiegendem Maße an Unterweisung über Ursache und Wirkung. Die Menschen wissen nicht, was es bedeutet, dass Gutes mit Gutem und Böses mit Bösem vergolten wird. Deshalb verbreiten sie völlig ungehemmt freizügige Vorstellungen, töten Lebewesen, begehen sexuelles Fehlverhalten und verleumden andere Menschen. Sie halten das für Meinungsfreiheit und ahnen nicht, dass sie sich damit bereits der Verleumdung anderer und der heiligen Lehre schuldig gemacht haben. Was Herr Tan lehrt, ist der rechte Dharma, der die Herzen der Menschen retten und sie dazu führen soll, sich zum Besseren zu wenden, ihre Fehler zu berichtigen und neu anzufangen. Jedem, der den vom Buddha verkündeten rechten Dharma schützt und unterstützt, kann ich zusätzliche Verdienste anrechnen und ihn entsprechend belohnen. Wer sein Leben lang den Lehren des Buddha folgt und nicht dagegen verstößt, braucht gewiss nicht in die Hölle zu kommen und zu leiden, auch wenn er die Lehre nicht verbreitet, sondern nur selbst praktiziert. Wer sie nicht nur selbst ein Leben lang ohne Verstoß praktiziert, sondern auch anderen davon erzählt, sodass sie weiter verbreitet wird, wird gewiss zusätzliche Segnungen und eine längere Lebensspanne erhalten. Diese Segnungen werden auch seinen Nachkommen zugutekommen. Wer dagegen selbst nicht praktiziert und darüber hinaus absichtlich zerstört und verleumdet, wird unweigerlich schon in diesem Leben Segnungen und Lebenszeit einbüßen. Nach dem Ende seiner Lebensspanne kommt er in die Hölle des Zungenausreißens und in die Hölle des Heulens und muss außerdem Höllenqualen wie das Ausstechen der Augen, das Zerstören des Herzens und das Abhacken der Ohren erleiden. Was die Dauer der Strafe betrifft, so muss er warten, bis alle fühlenden Wesen, die diesen den rechten Dharma verleumdenden Worten Glauben geschenkt haben, erneut rechten Glauben entwickeln und wieder beginnen, den rechten Dharma zu praktizieren. Erst dann hat diese schuldige Seele, die ihn verleumdet hat, eine Möglichkeit, die Hölle zu verlassen. Wird sie danach wieder als Mensch geboren, so erleidet sie eine niedrige Geburt oder unvollständige Sinnes- und Körperorgane, Blindheit auf beiden Augen, Taubheit oder einen ausgemergelten Körper; oder sie erfährt harte Vergeltung in Form von Armut und niedrigem Stand, schlechten Lebensbedingungen, Mangel an Gütern, familiärer Zwietracht und allerlei Fehlschlägen. Kehre rasch zurück und schreibe meine Worte auf. Ich hoffe, damit die in ihrer Verblendung verharrenden fühlenden Wesen dazu zu bewegen, den rechten Dharma nicht zu verleumden, umzukehren und ihre Vergehen zu bereuen.“

Ich werfe mich ehrerbietig nieder und danke dem Kaiser von Fengdu, Yanwang und den hohen Richtern der Unterwelt!

Auf der weißen Lotusblüte kehre ich zurück.

14. Die elektrischen Leuchtschirme – eine neue Hölle, die elektrische Eisnadeln abschießt

Dankbar für den Beistand durch Buddhas Kraft! Auf der weißen Lotusblüte breche ich auf.

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