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《阴律无情》

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Wer nach der Lektüre von ‚Die unerbittlichen Gesetze der Unterwelt‘ das Buch von einem zum anderen weitergibt oder es kostenlos nachdruckt und weit verbreitet und dabei auch den eigenen Geist reinigt, dessen gute Wünsche werden sämtlich erfüllt. Die Unterwelt wird im persönlichen Buch von Leben und Tod dieses Menschen ein großes Verdienst aus einer guten Tat verzeichnen. Dadurch kann er von dem früheren schlechten Karma befreit werden, das ihn in die Höllen führen würde, und am Ende seiner Lebensspanne kraft dieses großen Verdienstes in die Himmelswelt aufsteigen. Wer dagegen dieses zur Güte mahnende Buch, ‚Die unerbittlichen Gesetze der Unterwelt‘, verleumdet oder seine Verbreitung behindert, dem wird im persönlichen Buch von Leben und Tod in der Unterwelt eine schwere karmische Verfehlung eingetragen. Am Ende seiner Lebensspanne wird er in die Hölle des Heulens, die Hölle des Zungenausreißens, die Hölle des Augenausgrabens und andere Höllen kommen und dort die Höllenstrafen erleiden. Noch bevor seine Lebensspanne abgelaufen ist, wird er zudem die Vergeltung von Krankheit und einem schließlich dadurch verursachten Tod erfahren. Welche Strafen konkret verhängt werden, richtet sich nach den genauen Umständen der Verleumdung oder Behinderung der Verbreitung des zur Güte mahnenden Buches ‚Die unerbittlichen Gesetze der Unterwelt‘. Wenn viele fühlende Wesen den Verleumdungen Glauben schenken, wird der Verleumder zusätzlich zu den Strafen in den genannten Höllen auch in die große Avīci-Hölle geworfen. Dann wird es äußerst schwer sein, durch Wiedergeburt daraus zu entkommen!

Nun gut! Wir sind gerade sehr beschäftigt. Kehre für heute zurück und schreibe die Ursachen und Umstände der Veröffentlichung nieder, die ich dir eben erläutert habe. Ich hoffe, dass die Menschen einander ermutigen, diese Worte weitergeben, gewissenhaft ihren Charakter und ihr Wesen kultivieren, Verdienste ansammeln und Gutes tun.“

Amitābha! Ayu verneigt sich in Dankbarkeit vor dem Kaiser von Fengdu, Yanwang, dem Herrscher der Unterwelt!

Mit zusammengelegten Händen danke ich allen Richtern und Beamten! Auf der weißen Lotusblüte kehre ich zurück!

3. Als Zuhörerin bei einer Gerichtsverhandlung in der siebten Halle

Ich danke allen Buddhas und Bodhisattvas für ihren Segen, durch den diese Reise in die Höllen nicht nur mein Wissen und meine Erfahrungen erweitert, sondern auch meine Entschlossenheit gestärkt hat, die Gebote einzuhalten. Solche besonderen Wahrnehmungen habe ich eigentlich schon seit meiner Kindheit. Ereignisse, die unmittelbar bevorstehen oder irgendwann in der Zukunft eintreten werden, erscheinen in meinen Träumen. Es fühlt sich wie ein Traum an, ist aber eigentlich kein Traum. Ich kann deutlich erkennen, dass meine Seele meinen Körper verlassen hat, und ich sehe meinen eigenen Körper auf dem Bett liegen. An die Ereignisse, die ich nach dem Austritt meiner Seele sehe, kann ich mich klar erinnern. Gewöhnlich bewahrheiten sich solche Dinge später. Manchmal handelt es sich auch um einen Hinweis oder Ähnliches, sodass ich mich bereits darum gekümmert habe, bevor das Ereignis eintritt.

Früher betrafen diese Dinge immer mich selbst oder meine Familie. Diesmal ist es etwas Besonderes: Ich muss meine Erfahrungen mit allen fühlenden Wesen teilen, damit alle erkennen, wie wichtig die Gedanken sind. Wie es so treffend heißt: Wenn du nicht willst, dass andere davon erfahren, dann tu es gar nicht erst. Jeden Tag geschehen um uns herum viele Dinge, bei denen die Menschen vielleicht gar nicht wissen, dass sie damit etwas Falsches tun. So hat etwa ein rechtmäßig verheiratetes Paar, bei dem keiner der beiden eine außereheliche Beziehung hat, dennoch beiderseits gegen das Gebot verstoßen, sexuelles Fehlverhalten zu unterlassen. Warum? Weil beide die Vorschriften zu unzulässigen Zeiten, unzulässigen Orten und unzulässigen Körperstellen nicht eingehalten haben.

Gestern Abend verließ ich, wie in einem Traum, wieder meinen Körper und ging in die Höllen. Gleich bei meiner Ankunft spürte ich eine sehr starke Yin-Energie. Die Männer und Frauen hier litten alle. Sie schrien und brüllten und stießen herzzerreißende Schmerzensschreie aus. Es gab kein Lächeln und keine Freiheit. Manche waren mit Eisenketten gefesselt, andere wurden von Geisterschergen mit Folterinstrumenten weitergezerrt, geschlagen, mit Gabeln aufgespießt und dergleichen. In den Höllen gibt es Geisterschergen und Richter. Auch sie lächeln nicht, sondern sind sehr ernst; manche sehen sogar ausgesprochen grimmig aus. Nur ein Teil der Beamten der Unterwelt wirkt etwas weniger grimmig. Die übrigen Geisterschergen sehen alle furchterregend aus. Anders als in der Menschenwelt gibt es in den Höllen kein Sonnenlicht. Der Himmel ist schwarzgrau mit einem leichten Rotton. Es lässt sich schwer beschreiben und vermittelt ein sehr unangenehmes Gefühl.

Als ich damals in die siebte Halle der Höllen kam, verhandelte das Gericht der Unterwelt gerade den Fall einer männlichen Seele, die sich des sexuellen Fehlverhaltens schuldig gemacht hatte. Mit Erlaubnis des Richters durfte ich eintreten und zuhören. In der Mitte dieser großen Halle saß ein Herrscher namens König Taishan, der diese Halle verwaltete. Zu ihr gehören 16 kleine Höllen, für die König Taishan ebenfalls zuständig ist. Der höchste Herrscher der Höllen ist König Yanluo. Er verwaltet das gesamte Höllenreich einschließlich seiner zwölf Hallen. Jede Halle hat einen König, und jeder dieser Hallenkönige verwaltet 16 kleine Höllen. Neben König Taishan befanden sich zwei Beamte der Unterwelt, einer davon war ein Richter. Außerdem waren Geisterschergen anwesend, die die Strafen vollstreckten und große Säbel sowie Eisenketten trugen. Alle verfolgten die Verhandlung mit großer Ernsthaftigkeit. Die Atmosphäre war unheimlich und düster, und es fühlte sich kühl an.

Ich sah, wie König Taishan mit grimmiger Miene eine männliche Seele verhörte, die zu Lebzeiten sexuelles Fehlverhalten begangen hatte. Die Seele versuchte gerade, sich herauszureden. König Taishan machte mit der Hand eine zeichnende Bewegung in der Luft, und augenblicklich erschien das Podest des Schuldspiegels. Darin wurden die Verfehlungen dieser männlichen Seele in ihrer Jugend sichtbar: sexuelle Handlungen mit ihrer Ehefrau sowie außerhalb der Ehe zu unzulässigen Zeiten, an unzulässigen Orten und an unzulässigen Körperstellen, das Betrachten pornografischer Bücher und das Anschauen pornografischer Discs sowie weiteres sexuelles Fehlverhalten. Die männliche Seele zitterte am ganzen Körper vor Angst, kniete nieder und flehte um Gnade. Doch es war zu spät. König Taishan hatte den Geisterschergen bereits befohlen, sie hinauszuführen und zur Bestrafung in die Hölle des Umarmens der Kupfersäulen zu bringen.

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