Richter der Unterwelt, Amitābha! Ich, Ayu, grüße Sie mit zusammengelegten Händen!
Heute führte mich der Richter der Unterwelt zur Besichtigung der Hölle der elektrischen Augenblitze, einer der Höllen für sexuelles Fehlverhalten. In diese Hölle kommen nach dem Tod jene Wesen zur Vergeltung, die zu Lebzeiten gern pornografische Bücher gelesen oder pornografische Websites angesehen haben. Die Wesen, die hier Vergeltung erleiden, werden nach ihrem Alter und der Häufigkeit ihres Betrachtens verurteilt. Die kürzeste Strafzeit in dieser Hölle beträgt 50 Jahre. Je jünger jemand ist, der dem verfällt, desto schwerer fällt die Strafe aus.
Die meisten Menschen begehen nach dem Anschauen pornografischer Websites weiteres sexuelles Fehlverhalten, etwa Selbstbefriedigung oder sexuelle Handlungen zur unzulässigen Zeit, am unzulässigen Ort oder an unzulässigen Körperstellen, und verwenden sogar Hilfsmittel zur Luststeigerung. Solche pornografischen Bücher zu lesen zerstört die gute ursprüngliche Natur des Menschen in schwerwiegender Weise, besonders bei Kindern, deren Wesen von Natur aus rein ist und deren Körper von reinem Yang geprägt ist. Schon Erwachsene sollten sich solche Dinge nicht ansehen, um wie viel weniger erst minderjährige Kinder.36
In der Menschenwelt gibt es heute viele Jugendliche, die sich solche pornografischen Websites am Computer ansehen. Wer auch immer sexueller Begierde verfällt, beeinträchtigt damit zwangsläufig und unmittelbar seine gesunde Entwicklung in allen Bereichen von Körper, Geist und Seele. Der Mensch lebt jeden Tag durch sein Denken und seine Gedanken. Denken und Gedanken treiben das Handeln an, das Handeln schafft gutes oder schlechtes Karma, gutes oder schlechtes Karma bestimmt das Schicksal, das Schicksal bringt karmische Kraft hervor, und aus der karmischen Kraft entsteht Vergeltung, die erlitten werden muss.
Wer häufig pornografische Websites ansieht, dessen Denken wird träge und benommen, und er handelt nicht mehr klar überlegt. Besonders auf Kinder sind die Auswirkungen sehr weitreichend: Sie zerstören die gute Gelegenheit, in menschlicher Gestalt den spirituellen Weg zu üben. Wie es heißt: Über dem Schriftzeichen für sinnliche Begierde hängt ein Messer. Wie viele berühmte Menschen, Feldherren und Soldaten aller Zeiten und Länder sind doch an der Prüfung durch die sinnliche Begierde gescheitert.
Der Richter der Unterwelt sagte: „Zunächst werden einem jedes Mal Segnungen und Lebensspanne gekürzt, wenn man pornografische Bücher oder Websites ansieht. Wenn man danach noch weitergeht und anderes sexuelles Fehlverhalten begeht, werden einem ebenfalls Segnungen und Lebensspanne gekürzt. Das kommt auch einem langsamen Selbstmord gleich.
Heute ist die Technik in der Menschenwelt weit entwickelt. Schon kleine Kinder benutzen Computer, und viele Kinder sehen sich pornografische Websites an. Manche Eltern wissen nichts davon, weil sie selbst nicht mit Computern umgehen können. Sie lassen ihre Kinder den Umgang mit dem Computer allein lernen und fragen niemals nach. Auch sind sie jeden Tag sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt und haben überhaupt keine Zeit übrig, sich um die Angelegenheiten ihrer Kinder zu kümmern. Wer finanziell etwas besser gestellt ist, stellt vielleicht eine Haushaltshilfe ein, um die Kinder zu betreuen. Doch auch diese betreut sie nicht unbedingt angemessen. Deshalb werden auch solchen Eltern Segnungen gekürzt. Sie können nicht einfach sagen, sie hätten nichts gewusst, und sich deshalb nicht darum kümmern. Ein Kind aufzuziehen, ohne es zu erziehen, ist die Schuld des Vaters. Eltern sollten sich selbst um die Erziehung und das gesunde Heranwachsen ihrer Kinder kümmern. Andere Eltern wissen genau Bescheid, unterbinden es aber nicht, oder sie betrachten es als Sexualerziehung und lassen ihre Kinder gewähren. Manche sagen sogar, die Zeiten hätten sich geändert, wir lebten heute in einer freizügigen Zeit, und selbst an Schulen gebe es verpflichtende Kurse zur Sexualerziehung für kleine Kinder. Das sind schwerwiegend falsche Ansichten. Die Unterwelt hofft, dass Sie, Ayu, nach dieser Besichtigung der Höllen in die Menschenwelt zurückkehren und die fühlenden Wesen ermahnen, vom falschen auf den rechten Weg zurückzukehren, die wenigen Jahrzehnte in der Menschenwelt zu schätzen und mehr Dinge zu tun, die dem gesellschaftlichen Leben und den Herzen der Menschen zugutekommen. Sie sollen keine Machenschaften betreiben, die anderen und ihnen selbst schaden. Andernfalls genügt es, dass ihnen ein Atemzug ausbleibt, und nach ihrem Tod kommen sie zu mir!“
Schon waren entsetzliche Schreie zu hören. Sie kamen von den Wesen in der Hölle der elektrischen Augenblitze, die dort grausame Folter erlitten. In dieser Hölle standen viele große Computer mit verborgenen Mechanismen, ein Computer für jeden Geist. Auf den Computern gab es etwas anzusehen, und jeder Geist schaute auf seinen eigenen Computer. Hätten sie nicht hingesehen, wäre es noch gut gewesen; doch sobald sie hinsahen, schrien sie laut vor Qual.
Ein männlicher Geist war sehr jung; er sah aus, als wäre er in den Zwanzigern. Sein Computer sandte rote elektrische Blitze in Hakenform aus, die sich unmittelbar in seine beiden Augen hakten und seine Augäpfel nach außen herausrissen. Der ganze Boden war voller frischen Blutes. Der männliche Geist wirkte von äußerster Qual und Trauer erfüllt! Dies war die karmische Vergeltung dafür, dass er auf Websites pornografische Filme, Bilder, Romane und Ähnliches angesehen hatte.
Der Richter der Unterwelt sagte, dieser männliche Geist habe schon als Kind begonnen, pornografische Websites anzusehen, und habe sich auch selbst befriedigt. Da er die Verstöße so häufig begangen habe, seien die Segnungen seines ganzen Lebens sehr schnell aufgezehrt worden, und so sei er in die Hölle gestürzt. Seine Eltern weinten und klagten noch in der Menschenwelt über den schmerzlichen Verlust ihres geliebten Sohnes.