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《阴律无情》

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Bruder Ochsenkopf sagte: „Oh! Ayu, Sie sind gekommen. Haben Sie ‚Die unerbittlichen Gesetze der Unterwelt‘ schon fertig geschrieben?“ 120

„Ich schäme mich! Ich muss mich noch mehr anstrengen und werde es so schnell wie möglich fertigstellen. Vielen Dank Ihnen beiden für Ihre Anteilnahme!

Jedes Mal, wenn ich Sie beide sehe, sind Sie sehr beschäftigt. Darf ich fragen, ob Sie bei Ihrer täglichen Arbeit unter Druck stehen? Würden Sie von Yanwang, dem Herrscher der Unterwelt, entlassen, falls Sie einmal den falschen Menschen ergreifen? Sie beide sehen immer so grimmig aus. Warum lächeln Sie nicht einmal? Fachleute sagen, dass eine beständig fröhliche Gemütsverfassung den Körper gesund hält und auch Stress abbauen kann!“

Bruder Ochsenkopf sagte: „Wir, Ochsenkopf und Pferdegesicht, gehören zum Außendienst der Unterwelt. Jeden Tag erhalten wir einen ganzen Stapel Mitteilungen der Unterwelt über das Ende der Lebensspanne lebender Menschen. Es handelt sich um die ‚Amtlichen Mitteilungen der Unterwelt über Geistkörper‘, kurz Unterweltmitteilungen.

Die ‚Amtlichen Mitteilungen der Unterwelt über Geistkörper‘ gibt es in zwei Farben: hellgelb und dunkelrot. Die hellgelben Unterweltmitteilungen führen die Beamten der Unterwelt aus dem Amt zur Belohnung des Guten und dem Amt zur Bestrafung des Bösen mit sich, wenn sie in die Menschenwelt kommen, um die Seelen Verstorbener abzuholen und in die Unterwelt zu geleiten. Nur die dunkelroten Unterweltmitteilungen werden von uns, Ochsenkopf und Pferdegesicht, mitgeführt.

Eine hellgelbe Unterweltmitteilung bedeutet, dass bei dem Menschen, dessen Lebensspanne endet, das gute Karma überwiegt. Eine dunkelrote Unterweltmitteilung bedeutet dagegen, dass das böse Karma überwiegt und er in die verschiedenen Höllen hinabstürzen muss, um dort Strafen zu erleiden.

Die ‚Amtlichen Mitteilungen der Unterwelt über Geistkörper‘ enthalten folgende Angaben: Ein bestimmter Mensch erreicht an einem bestimmten Ort im Jahr XX, im Monat XX, am Tag XX, um X Uhr, X Minuten und X Sekunden das Ende seiner Lebensspanne. Auch das Ereignis, durch das sein Leben endet, wird genau verzeichnet. Wir ergreifen den Geistkörper zur angegebenen Zeit am angegebenen Ort und bringen ihn unmittelbar zur Bestrafung in die Unterwelt. Widerspenstige Geistkörper behandeln wir sehr grob und stoßen sie in die Unterwelt hinein. Ort und Umstände des Lebensendes sind bei jedem Menschen anders. Die meisten aber erkranken und sterben schließlich in einem Krankenhausbett. Deshalb sind Krankenhäuser Orte, an denen viele Menschen das Ende ihrer Lebensspanne erreichen, und gerade deshalb gehen wir häufig dorthin, um Geistkörper festzunehmen und ihrer Aburteilung zuzuführen.

Normalerweise nehmen wir niemanden irrtümlich fest, denn in den ‚Amtlichen Mitteilungen der Unterwelt über Geistkörper‘ erscheint schon im Voraus der Ablauf des Sterbens des betreffenden Menschen. Wenn wir eine solche Mitteilung erhalten, sehen wir uns diesen Ablauf zunächst einmal an. Vor dem Ende seiner Lebensspanne strahlt jeder Mensch ein Körperlicht aus; nur dessen Helligkeit ist bei jedem anders. Je heller dieses Licht leuchtet, desto gütiger ist der Mensch; vielleicht ist er sogar ein reiner spirituell Übender. Wenn das Licht seines Körpers jedoch völlig erloschen ist und ihn zudem schwarzes Höllenlicht umhüllt, gehört sein Geistkörper zu denen, die wir, Ochsenkopf und Pferdegesicht, in die Unterwelt bringen müssen. Wenn diese beiden Merkmale auftreten, kommt es normalerweise zu keiner Verwechslung. Sollten wir tatsächlich einmal jemanden irrtümlich festnehmen, bringen wir den Geistkörper sofort in die Menschenwelt zurück. Auch der oberste Herrscher der Unterwelt, Yanwang, wird die Gründe für den Vorfall eingehend untersuchen und entsprechend verfahren.

Der oberste Herrscher der Unterwelt, Yanwang, bestraft Lebewesen, die gegen die Gebote verstoßen, tatsächlich streng. Wenn wir jedoch nicht absichtlich einen Fehler begangen haben, gibt er uns Gelegenheit, uns zu bessern und neu anzufangen. Bei allen Dingen wirken verschiedene vorausgehende Ursachen und nachfolgende Wirkungen zusammen. Natürlich gehen wir bei unserer Arbeit sehr vorsichtig vor. Würden wir sonst ständig die falschen Geistkörper festnehmen, verursachten wir durch unsere eigene Nachlässigkeit nicht Tragödien in den Familien der Menschenwelt? Selbst wenn uns der oberste Herrscher der Unterwelt nicht bestrafte, hätten wir selbst eine schwere karmische Schuld zu tragen. Gewöhnlich treffen wir schon vor dem Lebensende des Menschen vor Ort ein, sehen uns die Umgebung an und überprüfen die Identitätsangaben des Geistkörpers, um niemanden irrtümlich festzunehmen.

Unter den Geistkörpern, die wir heutzutage täglich am Ende ihrer Lebensspanne festnehmen, stammen fast alle von Menschen, die gegen das Gebot zur Vermeidung sexuellen Fehlverhaltens verstoßen haben. Geistkörper, die wir in die Unterwelt bringen, haben zu Lebzeiten mit Sicherheit verschiedene böse karmische Taten begangen, die in die Hölle führen. Von den unzähligen Menschen in der heutigen Menschenwelt haben die meisten die Schuld sexuellen Fehlverhaltens auf sich geladen. Das Magnetfeld und die Ausstrahlung ihrer Geistkörper sind davon schwer durchdrungen. Wie könnten wir noch lächeln, wenn wir sie sehen?

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