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《阴律无情》

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71. ZH-L0525 Der chinesische Ausdruck umfasst in diesem Kapitel auch nicht beabsichtigte Schwangerschaftsverluste; „Abort“ wird hier entsprechend als Oberbegriff verwendet. Die Erklärung durch Karma und Segnungen gehört zum religiösen Bericht, nicht zu den medizinisch belegten Ursachen einer Fehlgeburt und ist kein Beweis einer Schuld der Eltern.

72. ZH-L0528 Die den Säuglingsgeistern zugeschriebenen Schmerzen und ihr Groll gehören zur religiösen Vorstellung der Erzählung. Die angenommene Zunahme mit der Größe des Fötus ist keine klinische Regel zur Messung fötalen Schmerzes.

73. ZH-L0529 思覺失調 bezeichnet hier psychotische Störungen, nicht notwendigerweise Schizophrenie. Die geistigen Ursachen und eine Heilung allein durch Reue sind Aussagen der Erzählung, keine gesicherten medizinischen Erkenntnisse. Körperliche oder psychische Beschwerden bedürfen ärztlicher Abklärung; der Text rechtfertigt keinen Behandlungsabbruch.

74. ZH-L0530 Dass jede Mutter nach einem Abbruch zwangsläufig Schuldgefühle habe, ist eine Aussage des Richters. Die emotionalen Reaktionen sind unterschiedlich, wie auch der RCOG erläutert. Aus berichteter Abwesenheit von Schuldgefühlen lässt sich weder eine Schuld noch Gefühllosigkeit ableiten.

75. ZH-L0530 Das Freilassen von Lebewesen wird hier als religiöse Praxis beschrieben. Unbedachtes Aussetzen kann Ökosysteme schädigen, insbesondere bei gebietsfremden Arten. Das Bundesamt für Naturschutz empfiehlt Privatpersonen, das Ausbringen neuer Arten in die Natur zu unterlassen.

76. ZH-L0545 Die Aufteilung der Verdienste in sechs Anteile für die Lebenden und einen für den Verstorbenen steht im siebten Kapitel des Sutras der ursprünglichen Gelübde Kṣitigarbhas (T412). Dort werden auch die 49 Tage nach dem Tod genannt. Die konkrete Anwendung auf abgetriebene Kinder und den hier geschilderten Fall gehört jedoch zur vorliegenden Erzählung.

77. ZH-L0546 Die Formel fasst Kṣitigarbhas Gelübde zusammen. Im ersten Kapitel des Sutras der ursprünglichen Gelübde Kṣitigarbhas (T412) wird gelobt, leidende Wesen zu befreien, bevor der Gelobende selbst Buddha wird. Die hier angeführte Kurzform ist nicht als wortgleiches Zitat dieser Passage nachgewiesen. Die 49 vollständigen Rezitationen und der vom Tag der Abtreibung an gerechnete Zeitraum bleiben Aussagen dieses Buches.

78. ZH-L0550 „Nahrung durch Berührung“ (觸食) ist ein buddhistischer Begriff für eine der vier Nahrungen, belegt im Saṃyukta-āgama (T99, Rolle 15, Sutra 371). Die Aufnahme der Essenz von Opfergaben durch Geister ist die Erklärung dieser Erzählung, nicht die vollständige Definition des Begriffs in jenem Sutra.

79. ZH-L0546 Die geistigen Ursachen von Krankheiten und Unglück gehören zur religiösen Deutung des Berichts; sie sind keine gesicherten medizinischen Ursachen. Rezitation und Reue ersetzen keine Behandlung. Auch das Freilassen von Tieren erfordert ökologische Vorsicht: Das Bundesamt für Naturschutz rät Privatpersonen davon ab, neue Arten in die Natur auszubringen.

80. ZH-L0558 Die drei Gehorsamspflichten bezeichnen traditionell den Gehorsam gegenüber dem Vater, dann dem Ehemann und nach dessen Tod dem Sohn. Die vier Tugenden betreffen in dieser älteren Vorstellung Verhalten, Rede, Erscheinungsbild und weibliche Arbeiten. Diese Normen sowie die Wertung eines männlichen Körpers als günstige Vergeltung gehören zur wiedergegebenen Rede, nicht zu einer von der Übersetzung übernommenen Rangordnung des menschlichen Werts.

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