Zuhälter werden in zwei Gruppen eingeteilt:
Zur ersten Gruppe gehören diejenigen, die diese Tätigkeit vorübergehend des Geldes wegen ausüben, später zur Einsicht kommen, sie aufgeben und danach niemals wieder ausüben. Wenn sie darüber hinaus mit aller Kraft bereuen, kann die karmische Vergeltung in der Hölle möglicherweise etwas gemildert werden. Doch für jeden Verstoß werden ihnen zu Lebzeiten Segnungen und Lebensspanne um eineinhalb Monate gekürzt. Nach dem Tod kommen sie für 100.000 Jahre zur Vergeltung in die Hölle Yanhua Fangun.
Zur zweiten Gruppe gehören diejenigen, die böse Absichten hegen, Prostituierte kontrollieren, selbst von heftigen Begierden erfüllt sind, selbstsüchtig nur den eigenen Vorteil suchen, gezielt Ränke schmieden, um anderen zu schaden, und Ähnliches tun. Ihnen werden zu Lebzeiten Segnungen und Lebensspanne gekürzt. Nach dem Tod kommen sie zur Vergeltung in die Hölle Yanhua Fangun. Erst wenn alle von ihnen bedrängten und misshandelten Prostituierten wieder als Menschen geboren worden sind, haben sie eine Möglichkeit, die Hölle zu verlassen. Danach werden sie in den Daseinsbereich der Tiere geworfen, um Vergeltung zu erleiden. Wenn die Vergeltung im Daseinsbereich der Tiere erschöpft ist, erleiden sie als Menschen noch die Vergeltung einer niedrigen und verachteten Stellung.
„Oh, Richter der Unterwelt! Das schlechte Karma der Zuhälter zieht eine sehr schwere Vergeltung nach sich! Nachdem ich Ihre Erklärung gehört habe, tut mir das Herz weh und ich bin sehr traurig. Ich empfinde großes Mitgefühl für die Wesen in diesem Gewerbe.“
Der Richter der Unterwelt sagte: „Dieses Gewerbe verdirbt das gesellschaftliche Klima schwer, zerstört Moral, Anstand und die Ordnung der menschlichen Beziehungen und beeinträchtigt die gute ursprüngliche Natur des Menschen erheblich. Deshalb muss der Herrscher der Unterwelt solche Wesen, die Böses begehen, streng bestrafen. Doch soweit ich weiß, empfinden Buddhas und Bodhisattvas Mitgefühl mit diesen Wesen. Sie nehmen menschliche Gestalt an und begeben sich unter sie, um diejenigen, die gute Wurzeln besitzen, zu läutern und dazu zu führen, umzukehren und sich dem Guten zuzuwenden.“
Für heute blieb es vorerst dabei. Ich danke dem Richter der Unterwelt! Amitābha! Ich kehrte zunächst auf der weißen Lotusblüte sitzend zurück.
Diesmal freute ich mich sehr, dass ich in der Hölle tatsächlich Kṣitigarbha, dem Bodhisattva des großen Gelübdes, begegnet war. Sein ganzer Körper war von goldenem Licht umgeben, und auch mir gewährte er seinen Segen. Wie unermesslich und wahrhaft unfassbar ist die Kraft seines Gelübdes!
Als ich in die Menschenwelt zurückkehrte, war ich bereits sehr erschöpft. Da jede Reise in die Hölle viel von meinem ursprünglichen Geist und meiner ursprünglichen Lebensenergie verbraucht, muss ich nach der Rückkehr Mantras rezitieren, um beides sofort wieder aufzufüllen.
Ich hoffe, dass ihr Leser dies nicht wie einen Roman lest. Dann bleibt Kṣitigarbhas aufopferungsvolle Mühe nicht vergeblich. Ich, Ayu, danke euch allen noch einmal. Namo Kṣitigarbha, Bodhisattva-Mahāsattva des großen Gelübdes!
7. Die tatsächlichen Zustände in der Hölle des umgekehrt drehenden Rades unter dem Eishimmel und in der Hölle der bunten Blumen und des Schwerterwaldes, in denen inzestuöses Fehlverhalten bestraft wird