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《阴律无情》

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25. Weibliche Keuschheit und vorehelicher Geschlechtsverkehr in den Gesetzen der Unterwelt

Amitābha! Ich, Ayu, begrüße den Richter der Unterwelt mit aneinandergelegten Handflächen!

Heute möchte ich den Richter der Unterwelt fragen, wie die Unterwelt weibliche Keuschheit und vorehelichen Geschlechtsverkehr beurteilt.

Der Richter der Unterwelt sagt: „Frauen sollten die drei Gehorsamspflichten und vier Tugenden beachten. Mit Tugend ist hier die Keuschheit gemeint. Wenn eine Frau nach dem Verlust ihres Ehepartners oder nach einer Scheidung fest entschlossen bleibt, einem einzigen Partner bis zum Ende treu zu sein, allein zu leben und ihre Keuschheit bis ans Lebensende zu bewahren, verzeichnet die Unterwelt in ihrem persönlichen Buch von Leben und Tod das Bewahren der Keuschheit als gute Tat. Hat sie in der Menschenwelt keine anderen schweren Verfehlungen begangen, kann sie nach ihrem Tod in die Himmelswelt aufsteigen oder eine gute Vergeltung erfahren, etwa die Wiedergeburt in einem männlichen statt einem weiblichen Körper. Eine Frau, die ihre Keuschheit nicht bewahrt, büßt schon zu Lebzeiten Segnungen und Lebenszeit ein und gibt auch der nächsten Generation ein schlechtes Vorbild. Doch die Frauen von heute legen bereits keinen Wert mehr auf Keuschheit!80

In der heutigen Gesellschaft mangelt es stark an Unterweisung über Ursache und Wirkung sowie an der moralischen Erziehung früherer Zeiten. Früher mussten Frauen die drei Gehorsamspflichten und vier Tugenden einhalten. Sie mussten auf ihre Tugend, ihre Rede, ihre häuslichen Fertigkeiten und ihr Erscheinungsbild achten. Es gab sogar Anforderungen daran, wie Frauen gingen, wie sie auftraten und mit welcher Stimme sie sprachen. Die Frauen von heute bleiben jedoch nicht mehr wie früher so eng ans Haus gebunden, dass sie keine drei Schritte vor die Tür setzen. Heute gehen die meisten Frauen einer Arbeit in der Gesellschaft nach. Sie besitzen auch hohe Bildungsabschlüsse und können sehr effizient arbeiten. Manche sind den Männern bei der Arbeit sogar in jeder Hinsicht überlegen. Es ist nicht mehr wie früher, als es hieß, für eine Frau sei es eine Tugend, keine Begabungen zu besitzen. Doch vielen Frauen von heute fehlt eine innere Erziehung zu tugendhaftem Denken. So gehen sie mit diesem technologisch fortgeschrittenen Zeitalter mit, werden durch Fernsehen und Internetmedien verunreinigt und missachten die Keuschheit.

Als Frau muss man unbedingt auf sein Verhalten achten. Wenn sich im eigenen Gefühlsleben etwas verändert, sollte man sich besonders sorgfältig selbst prüfen und keine Grenzen überschreiten. Denn wer auf diese Weise die Keuschheit verliert, begeht sexuelles Fehlverhalten. Sexuelles Fehlverhalten schafft schlechte karmische Ursachen für unermessliches und grenzenloses Höllenleid. Mögen alle Frauen auf der ganzen Welt ihre Keuschheit bewahren.

Vorehelicher Geschlechtsverkehr schädigt die leuchtende geistige Natur von uns Menschen schwer. Bei der Geburt und während der Zeit der Jungfräulichkeit ist die eigene geistige Natur eines jeden Menschen hell; nur das Ausmaß dieser Helligkeit ist bei jedem verschieden. Durch die Verunreinigungen in der Menschenwelt nimmt dieses Licht später allmählich ab und kann sogar grau und dunkel werden. Wenn es grau und dunkel geworden ist, beginnt der Mensch von Unglück heimgesucht zu werden. Natürlich können manche Menschen durch spirituelle Praxis ihre verdunkelte geistige Natur noch in diesem Leben wieder zum Leuchten bringen.81

Die Ehe soll uns Menschen eigentlich die Möglichkeit geben, die Familienlinie fortzusetzen. Geschlechtsverkehr im Rahmen der menschlichen sittlichen Ordnung dient der Fortpflanzung und darf auch im Alltag nicht im Übermaß stattfinden, sonst werden unsere Segnungen und unsere Lebensspanne verkürzt. Nach den Gesetzen der Unterwelt müssen Menschen das Verbot vorehelichen Geschlechtsverkehrs streng einhalten und dadurch ihre Tugend schützen. Erst vom Tag der Eheschließung an dürfen sie Geschlechtsverkehr haben. Wer bereits vor der Ehe Geschlechtsverkehr hat, begeht sexuelles Fehlverhalten. Selbst wenn man später genau dieselbe Person heiratet, gilt dies als Verstoß und mindert Segnungen und Lebensspanne. Wer vor der Ehe mit mehr als einer Person des anderen Geschlechts Geschlechtsverkehr hat, büßt noch mehr Segnungen ein und schafft zudem schlechte karmische Ursachen, die in die Hölle führen. Für eine genaue Beurteilung muss man den einzelnen Fall betrachten und feststellen, welche Formen sexuellen Fehlverhaltens konkret begangen wurden.

Wenn wir Menschen vor der Ehe zum ersten Mal Geschlechtsverkehr haben, beginnt das Licht unserer eigenen geistigen Natur in dem Augenblick zu verblassen, in dem wir unsere Jungfräulichkeit verlieren. Dieses Verblassen führt auch in anderen Bereichen zu einem Niedergang, unter anderem zu einer Minderung unserer Segnungen, unseres finanziellen Glücks und unserer Lebensspanne. Deshalb sollten alle auf dieses Problem achten. Man darf nicht aus einem augenblicklichen Liebes- oder Leidenschaftsimpuls heraus einfach tun, wonach einem gerade ist, und damit den kostbaren menschlichen Körper vergeuden, mit dem man in der Menschenwelt geboren wurde. Vieles muss bereits in der Jugend aufgebaut werden.

Unsere geistige und körperliche Kraft sollten wir für sinnvolle Dinge einsetzen, statt sie in unserer eigenen Anhaftung an Liebe und Leidenschaft zu verbrauchen. Das ist nicht nur sinnlos, sondern sät auch schlechte karmische Ursachen, die in die Hölle führen.“

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