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《阴律无情》

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„Amitābha! Können Sie mir erzählen, wie Sie hierhergekommen sind?“

„Zu Lebzeiten war ich Hausfrau und machte die Hausarbeit nicht gern. Um Zeit beim Einkaufen zu sparen, kaufte ich oft viele Lebensmittel auf einmal und lagerte sie zu Hause. Lebensmittel lassen sich aber nicht allzu lange aufbewahren; nach einer gewissen Zeit verderben sie. Außerdem kochte ich häufig zu viel und warf weg, was wir nicht aufessen konnten. Viele Lebensmittel warf ich auch deshalb weg, weil sie beim Lagern verdorben waren. Mein Mann ermahnte mich oft, kein Wasser zu verschwenden und beim Geschirrspülen den Wasserhahn nicht ständig voll aufgedreht zu lassen. Jedes Mal, wenn er mich ermahnte, beschimpfte ich ihn und machte so lange ein großes Geschrei, bis er schwieg. Er sagte mir, ich solle keine Lebensmittel verschwenden. Ich hörte nicht nur nicht auf ihn, sondern kaufte absichtlich noch mehr, ließ sie verderben und warf sie dann weg. So wurde ich nach dem Ende meines Lebens von Yanwang in die Hölle der reichen Ernte der fünf Getreidearten verurteilt, um all die Lebensmittel zu essen, die ich zuvor weggeworfen hatte. Jetzt bereue ich sehr, dass ich nicht auf meinen Mann gehört habe.“ In diesem Moment kam ein Geisterscherge und packte sie, um sie zum Weiteressen zurückzubringen.

Ich, Ayu, möchte den Richter fragen: „Wenn Lebensmittel ohne Absicht verdorben sind, muss man sie dann trotzdem aufessen?“

Der Richter der Unterwelt sagte: „Wenn Lebensmittel unbeabsichtigt oder ohne dass man es wusste verdorben sind, soll man sie nicht mehr essen. Wenn man nach dem Verzehr krank wird oder andere Probleme bekommt, wäre der Schaden größer als der Nutzen. Zuerst müssen wir diese unbeabsichtigte Verfehlung bereuen und künftig darauf achten, sie nicht erneut zu begehen, damit der Schwarze Wuchang nicht wieder eine Verfehlung aufzeichnet und wir uns dadurch eine Strafe nach den Gesetzen der Unterwelt zuziehen. Anschließend kann man über den verdorbenen Lebensmitteln den Namen des Buddha oder ein Mantra rezitieren und sie in ein Waldstück oder ins Gras legen, um sie kleinen Tieren zu spenden und eine gute karmische Verbindung mit ihnen zu knüpfen. Oder man kann sie ins Meer geben und sie den dort lebenden Wasserwesen spenden.“ 126

„Für heute beenden wir unseren Besuch hier. Ayu, kehren Sie zunächst zurück. Wenn Sie Fragen haben, sind Sie jederzeit wieder willkommen.“

Amitābha! Ich danke Ihnen, Richter der Unterwelt! Ich, Ayu, lege vor dem Richter die Hände zusammen und verneige mich!

Auf der weißen Lotusblüte kehre ich zurück!

9. Der Buddha lehrt persönlich: Wer Speisen und Getränke verschwendet, wird unweigerlich in die Hölle hinabstürzen und leiden!

Der Buddha sprach: „Die Schmerzen in der Niraya-Hölle sind so groß, dass selbst der milliarden- und abermilliardenfach vervielfachte Schmerz von Speerwunden noch nicht an sie heranreicht. Ein kleiner Stein in der Hand gleicht dem Schmerz von dreihundert Speerwunden; ein Berg gleicht dem Schmerz in der Niraya-Hölle. Törichte Menschen denken Böses, sprechen Böses und tun Böses mit ihrem Körper; nach dem Tod stürzen sie in die Niraya-Hölle. Dort gibt es Tierdämonen, die einen Menschen vor sich zerren, einen Haken in sein oberes Zahnfleisch und einen weiteren in seinen Unterkiefer schlagen und ihm so den Mund weit aufreißen. Dann nehmen sie geschmolzenes Kupfer und gießen es ihm in den Mund. Lippen, Zunge, Darm und Magen werden verbrannt und zerstört, und das Kupfer fließt nach unten hindurch. Der qualvolle Schmerz ist unerträglich. Weil dieser Mensch zu Lebzeiten in der Welt nach Reichtum und Gewinn trachtete und mit Speisen und Getränken falsch umging, wird ihm geschmolzenes Kupfer eingeflößt. So groß sind die Qualen in der Niraya-Hölle. Die Dämonen in der Niraya-Hölle ergreifen einen Menschen, schlagen Haken in seinen Ober- und Unterkiefer und reißen sie auseinander. Dann nehmen sie einen glühenden Eisenstößel und stoßen ihn in seinen Rachen. Lippen, Zunge, Darm und Magen werden verbrannt und zerstört; der qualvolle Schmerz ist unerträglich. Weil seine Verfehlungen noch nicht getilgt sind, stirbt er nicht. So groß sind die Qualen in der Niraya-Hölle.“ („Vom Buddha verkündetes Sūtra über die Niraya-Hölle“, übersetzt von Zhu Tanwulan, einem Śramaṇa aus den Westlichen Regionen, während der Östlichen Jin-Dynastie)18

Jiadong sagte: Wer unsaubere Speisen zubereitet und sie anderen zu essen gibt, erregt unweigerlich ihren Zorn; auch die Gottheiten verabscheuen dies. Unsaubere Speisen wegzuwerfen kommt der mutwilligen Verschwendung von Gaben der Natur gleich. Wasser und Getränke zu verschwenden und in Gräben oder Aborte zu schütten, schafft in besonderem Maße schlechtes Karma. Es gab eine alte Frau namens Qiu, die an einer Krankheit starb und wieder zum Leben erwachte. Sie berichtete, sie sei an einen Ort gelangt, an dem zwei Schiffsladungen weggeworfener, verdorbener Speisen lagen. Ein Dämon peitschte sie und sagte: „Das ist, was du zu Lebzeiten verschwendet hast. Wie könnte man dir erlauben, es nicht zu essen?“ Die alte Frau zwang sich, ein paar Bissen hinunterzuschlucken, fühlte sogleich ihren Bauch anschwellen und erwachte vor Schreck. Nachdem sie dies erzählt hatte, starb sie. („Kommentar zur Abhandlung über Wirkung und Vergeltung“) 128

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