Auf der weißen Lotusblüte fahre ich nach Hause!
Strafen der Unterwelt: Gesetze gegen sexuelles Fehlverhalten
Unter allen bösen Verfehlungen gilt seit jeher sexuelles Fehlverhalten als die schwerste. Schon in der Menschenwelt wiegt diese Schuld schwer; in der Unterwelt wird sie besonders streng geahndet. Da es sehr viele Strafen gibt, werden hier die wesentlichen Bestimmungen zusammengestellt. Jeder, der diesen Abschnitt liest, möge sich warnen lassen und zur Selbstbeherrschung anhalten.
Wer Blutschande begeht, wird für immer in der Hölle eingeschlossen. Wer dabei den Tod eines Menschen verursacht, stirbt durch einen Blitzschlag. Wer sich an einem Leichnam vergeht, trägt dieselbe Schuld. Wer bereits in der Menschenwelt bestraft wurde, bleibt von der Strafe des Blitzschlags verschont. Taten der Loyalität und kindlichen Pietät dürfen vier Anteile der Strafe aufwiegen. Eintausendfünfhundert große gute Taten, das heißt eintausendfünfhundert gute Taten, wiegen ebenfalls vier Anteile auf.22
Wer eine Witwe vergewaltigt, bleibt in seinem gegenwärtigen Leben ohne Nachkommenschaft. Er leidet fünfhundert Zyklen lang in der Hölle, wird anschließend für weitere fünfhundert Zyklen als Insekt oder Ameise und danach für weitere fünfhundert Zyklen als Vogel oder anderes Tier wiedergeboren. Bei seiner nächsten Wiedergeburt als Mensch erhält er das Dasein einer Prostituierten. Wer bereits in der Menschenwelt bestraft wurde, dem werden hundert Zyklen erlassen. Wer dabei den Tod eines Menschen verursacht, dessen Strafe wird um fünf Stufen erhöht. Taten der Loyalität und kindlichen Pietät dürfen die Hälfte aufwiegen. Fünfhundert große gute Taten wiegen ebenfalls die Hälfte auf.
Wer eine Witwe zum unerlaubten Geschlechtsverkehr verführt, bleibt zwei Leben lang ohne Nachkommenschaft. Die oben genannten Zyklen betragen jeweils vierhundert, das heißt, er leidet vierhundert Zyklen lang in der Hölle und verbringt jeweils vierhundert Zyklen als Insekt oder Ameise sowie als Vogel oder anderes Tier. Bei seiner nächsten Wiedergeburt als Mensch erhält er ein Dasein mit Behinderung. Wer bereits in der Menschenwelt bestraft wurde, dem werden achtzig Zyklen erlassen. Wer dabei den Tod eines Menschen verursacht, dessen Strafe wird um vier Stufen erhöht. Taten der Loyalität und kindlichen Pietät dürfen sieben Anteile aufwiegen. Fünfhundert mittelgroße gute Taten wiegen ebenfalls sieben Anteile auf.
Wer eine Witwe durch anzügliches Werben zum unerlaubten Geschlechtsverkehr bringt, bleibt drei Leben lang ohne Nachkommenschaft. Die oben genannten Zyklen betragen jeweils dreihundert, das heißt, er leidet dreihundert Zyklen lang in der Hölle und verbringt jeweils dreihundert Zyklen als Insekt oder Ameise sowie als Vogel oder anderes Tier. Bei seiner nächsten Wiedergeburt als Mensch erhält er ein Dasein in Armut und niedrigem Stand. Wer bereits in der Menschenwelt bestraft wurde, dem werden sechzig Zyklen erlassen. Wer dabei den Tod eines Menschen verursacht, dessen Strafe wird um drei Stufen erhöht. Taten der Loyalität und kindlichen Pietät dürfen neun Anteile aufwiegen. Fünfhundert kleine gute Taten wiegen ebenfalls neun Anteile auf.
Wer eine Jungfrau vergewaltigt, dessen Söhne und Töchter führen ein sexuell ausschweifendes Leben. Die oben genannten Zyklen betragen jeweils vierhundert, das heißt, er leidet vierhundert Zyklen lang in der Hölle und verbringt jeweils vierhundert Zyklen als Insekt oder Ameise sowie als Vogel oder anderes Tier. Bei seiner nächsten Wiedergeburt als Mensch erhält er das Dasein eines Dieners. Wer bereits in der Menschenwelt bestraft wurde, dem werden hundert Zyklen erlassen. Wer dabei den Tod eines Menschen verursacht, dessen Strafe wird um vier Stufen erhöht. Taten der Loyalität und kindlichen Pietät dürfen die Hälfte aufwiegen. Vierhundert große gute Taten wiegen ebenfalls die Hälfte auf.
Wer eine Jungfrau zum unerlaubten Geschlechtsverkehr verführt, bleibt zwei Leben lang ohne Nachkommenschaft. Die oben genannten Zyklen betragen jeweils zweihundertfünfzig, das heißt, er leidet zweihundertfünfzig Zyklen lang in der Hölle und verbringt jeweils zweihundertfünfzig Zyklen als Insekt oder Ameise sowie als Vogel oder anderes Tier. Bei seiner nächsten Wiedergeburt als Mensch erhält er ein von Krankheit geprägtes Dasein. Wer bereits in der Menschenwelt bestraft wurde, dem werden siebzig Zyklen erlassen. Wer dabei den Tod eines Menschen verursacht, dessen Strafe wird um drei Stufen erhöht. Taten der Loyalität und kindlichen Pietät dürfen sieben Anteile aufwiegen. Vierhundert mittelgroße gute Taten wiegen ebenfalls sieben Anteile auf.
Wer eine Jungfrau durch anzügliches Werben zum unerlaubten Geschlechtsverkehr bringt, dessen Frau und Töchter müssen seine Schuld begleichen. Die oben genannten Zyklen betragen jeweils hundert, das heißt, er leidet hundert Zyklen lang in der Hölle und verbringt jeweils hundert Zyklen als Insekt oder Ameise sowie als Vogel oder anderes Tier. Bei seiner nächsten Wiedergeburt als Mensch erhält er ein Dasein in mäßiger Armut. Wer bereits in der Menschenwelt bestraft wurde, dem werden vierzig Zyklen erlassen. Wer dabei den Tod eines Menschen verursacht, dessen Strafe wird um zwei Stufen erhöht. Taten der Loyalität und kindlichen Pietät dürfen neun Anteile aufwiegen. Vierhundert kleine gute Taten wiegen ebenfalls neun Anteile auf.