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《阴律无情》

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Auf der weißen Lotusblüte kehre ich zurück!

31. Die unerträglich grausamen Strafen der großen Avīci-Hölle – Das göttliche Tier Di Ting unterweist in der Praxis zum Wohl anderer

Ich danke für den Segen der Buddhakraft! Auf der weißen Lotusblüte breche ich auf!

Amitābha! Ich lege die Hände zusammen und verneige mich vor dem Richter der Unterwelt!

Ich frage den Richter der Unterwelt: „Darf ich heute beobachten, wie Kṣitigarbha in der Hölle vom Leiden befreit?“

Der Richter der Unterwelt sagt: „Kṣitigarbha hat viele Manifestationen, die in verschiedenen großen und kleinen Höllen vom Leiden befreien. Welche Hölle möchtest du denn besuchen, Ayu?“

„In der Menschenwelt habe ich gehört, dass Kṣitigarbha drei Manifestationen hat: eine in der Hölle, eine in der Menschenwelt und eine im Himmel. Ist das so?“

Der Richter der Unterwelt sagt: „Kṣitigarbha ist ein großer Bodhisattva, der das weitreichende Gelübde abgelegt hat: ‚Solange die Höllen nicht leer sind, schwöre ich, kein Buddha zu werden.‘ Obwohl die Höllen noch nicht leer sind, sind seine Verdienste tatsächlich bereits vollendet. Der Bodhisattva befreit nicht nur die Wesen in der Hölle, der Menschenwelt und der Himmelswelt, sondern entsendet auch Manifestationen in die Höllen anderer Welten, um die leidenden Wesen dort zu befreien. Auch diese anderen Höllen sollen durch die Befreiung ihrer Bewohner geleert werden. Ebenso entsendet er Manifestationen, um Wesen in anderen Zeiten und Räumen zu befreien. Der Bodhisattva hat mehr als nur drei Manifestationen. Er hat Tausende, Millionen und Hunderte von Millionen Manifestationen, und jede begibt sich in eine andere Welt, um alle fühlenden Wesen zu befreien. Kṣitigarbha hat eine besonders enge karmische Verbindung zu den Wesen der Menschenwelt. Da unter den in die Hölle gefallenen Wesen diejenigen aus der Menschenwelt die Mehrheit bilden, sollten wir für die mitfühlenden Unterweisungen des Bodhisattvas dankbar sein.94

In der Menschenwelt gibt es viele Manifestationen Kṣitigarbhas. Manche sind erst kürzlich geboren worden und noch keine drei Jahre alt, manche gehen noch zur Schule, und andere sind bereits erwachsen. Sie werden künftig im Stillen daran arbeiten, das Weisheitsleben des Buddha fortzuführen, und den jeweiligen karmischen Bedingungen entsprechend alle fühlenden Wesen auf den Weg der Befreiung führen. Manche Manifestationen Kṣitigarbhas befreien ihr ganzes Leben lang unauffällig die Wesen, ohne dass jemand davon weiß. Andere werden an einer Stätte der Praxis wirken und den rechten Dharma verbreiten. Welche Form es auch annimmt, all dies sind die verborgenen Fügungen des Bodhisattvas.

Vielleicht befindet sich unmittelbar unter uns eine Manifestation Kṣitigarbhas, die uns unmerklich beeinflusst, durch ihr eigenes Verhalten ein Beispiel gibt und uns im Stillen lehrt, unsere fehlerhaften Charakterzüge zu berichtigen. Nur können wir den Bodhisattva nicht erkennen und halten ihn für einen gewöhnlichen Menschen; auch er selbst wird seine Identität nicht enthüllen. Wir sollten von Kṣitigarbha lernen, weitreichende Herzenswünsche zu haben. Der Bodhisattva gelobt, die Wesen zu befreien, und setzt aufgrund dieses Gelübdes sein Handeln in Gang. Deshalb umfasst sein Herz die zehn Richtungen, und auch sein Gelübde durchdringt den Raum und den Dharmadhātu der zehn Richtungen. Selbst wenn der Raum ein Ende hätte, hätte sein Gelübde kein Ende. Wenn wir beispielsweise einmal geloben, Bettlern Gaben zu spenden, legen wir das Gelübde nur einmal ab. Doch die Handlungen des Gebens erfolgen unzählige Male, Leben für Leben. So wird in unserem Herzen Leben für Leben der Same des Gebens an Bettler bestehen. Das Gelübde ist eines, die Handlungen sind viele. Wenn wir auch nur einmal einem Bettler begegnen und ihm nichts geben, handeln wir bereits der Kraft unseres Gelübdes zuwider. Wir sollten von Kṣitigarbha lernen, das heilsame Gelübde abzulegen, die Wesen zu befreien. Der Bodhisattva verwirklicht sein Gelübde in jedem Gedanken. Wenn wir es in jedem Gedanken verwirklichen, gelangen wir immer wieder zur Verwirklichung. Aus dieser wiederholten Verwirklichung entstehen übernatürliche Kräfte. Je mehr Wesen wir befreien, desto größer werden unsere übernatürlichen Kräfte und auch die Kraft unserer Segnungen und unserer Verdienste. Wenn wir in jedem Gedanken unablässig Wesen befreien, werden auch die übernatürlichen Kräfte unermesslich und grenzenlos. Mit dieser unermesslichen, grenzenlosen übernatürlichen Macht können wir uns in unermesslich viele, grenzenlose Manifestationen aufteilen und in unermesslich viele, grenzenlose Welten gehen, um die Wesen zu befreien.

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