„Ich, Ayu, grüße die Göttin Meng Po mit zusammengelegten Händen!“
Die Göttin Meng Po lächelt mich an. Der Richter sagt, dass sie sich gewöhnlich im Meng-Po-Pavillon aufhält. Dort gibt es die meisten Zwischenfälle. Manchmal trifft man hier auf Geistwesen, die Meng-Po-Suppe nicht trinken wollen. Die Wesen, die zum Trinken in den Meng-Po-Pavillon kommen, haben alle eher geringe Segnungen, das heißt, ihre karmischen Hindernisse wiegen schwerer. Entsprechend gibt es hier auch sehr viel mehr Geisterschergen. Sie alle halten spitze Gabeln in den Händen.
Ich sehe viele Geistwesen, die sich in einer Schlange zum Meng-Po-Pavillon bewegen. Sie wirken alle sehr erschöpft und äußerst durstig. Manche haben bereits überhaupt keine Kraft mehr. Die Geistwesen, die noch gehen können, gehen selbst, und wenn sie an der Reihe sind, nehmen sie sich selbst einen Becher und trinken. Die völlig Kraftlosen werden von Geisterschergen gestützt zum Meng-Po-Pavillon gebracht, und die Schergen flößen ihnen die Suppe ein.
Da höre ich einen schrillen Schrei. Eine weibliche Seele will nicht trinken und wird von zwei Geisterschergen geschlagen. Ach! Wie schrecklich sie leidet! Ein Scherge schlägt mit seiner Gabel auf ihre Füße. Sie fällt zu Boden, und ihre Füße bluten. Als der andere Scherge dies sieht, spießt er die weibliche Seele sofort mit seiner Gabel auf und hebt sie hoch, um ihr gewaltsam drei Becher einzuflößen. Der Richter sagt, dass diese weibliche Seele später in der Menschenwelt unter Fußschmerzen und Beschwerden im Hals leiden werde. Geistwesen, die Meng-Po-Suppe nicht trinken wollen, werden also nicht nur von den Geisterschergen geschlagen, sondern müssen anschließend zur Strafe auch zwei zusätzliche Becher bitterer Meng-Po-Suppe trinken. Als Nachwirkung müssen sie später zusätzliche körperliche Schmerzen erdulden. Nachdem die Geistwesen Meng-Po-Suppe getrunken haben, sind sie alle benommen und werden von den Geisterschergen gestützt zur Wiedergeburt geführt. 123
Ich sehe vor dem Meng-Po-Pavillon einen großen Fluss. Wenn die Geistwesen in den Fluss fallen, werden sie wieder in der Menschenwelt geboren.
Der Richter der Unterwelt sagte: „Für heute ist die Zeit um. Ayu, kommen Sie ein anderes Mal wieder!“
Ich, Ayu, lege die Hände zusammen und werfe mich ehrerbietig vor dem Richter der Unterwelt nieder! Auf der weißen Lotusblüte kehre ich zurück!
8. Die qualvolle Vergeltung für die Verschwendung von Lebensmitteln – die Hölle der reichen Ernte der fünf Getreidearten
Dankbar empfange ich den Beistand der Kraft des Buddha! Auf der weißen Lotusblüte breche ich auf!
Amitābha! Ich, Ayu, lege vor dem Richter der Unterwelt die Hände zusammen!